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Verkehr II

05.07.2019

Keiner will die Kreuzung umbauen

Von Aufheim kommend soll eine Rechtsabbiegespur an der Kreuzung in Richtung Iller-Center führen.

Eigentlich sollten die Arbeiten am Festplatz in Senden im Juni beginnen. Autofahrer müssen sich wohl noch ein Jahr gedulden

Ein Stauzentrum im Norden von Senden wird auch in nächster Zeit die Autofahrer nerven. Eigentlich sollte die hoch belastete Kreuzung am Festplatz zwischen Königsberger und Berliner Straße bereits in diesen Wochen umgebaut werden, um die Blechströme besser zu kanalisieren.

Als Beginn der Arbeiten hatte das Staatliche Bauamt Krumbach den Juni angepeilt, die Tätigkeiten waren schon länger ausgeschrieben – allerdings hatte sich keine Baufirma gemeldet, die den Auftrag übernehmen wollte. Das erklärte der stellvertretende Leiter der Krumbacher Behörde Andreas Reiser im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Landkreises. Landrat Thorsten Freudenberger fand das „ernüchternd“.

An der Königsberger Straße soll von der Inhofer-Kreuzung her eine zusätzliche Fahrspur asphaltiert werden. Von der anderen Seite plant das Bauamt eine weitere Rechtsabbiegespur ins Illercenter. Die gesamte Maßnahme kostet rund 460000 Euro. Doch diese Auftragssumme war keinem Unternehmen attraktiv genug, um sich den Zuschlag zu sichern.

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Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte Reiser, die Baufirmen seien eben gut eingedeckt. Zudem sei ein solcher Umbau einer Kreuzung mitten in der Stadt nur mit einem gewissen Aufwand zu verwirklichen, denn sie kann nicht komplett für den Verkehr gesperrt werden, er muss weiterfließen können und deswegen entsprechend drumherum geleitet werden.

Zudem sei auch auf Leitungen und Rohre im Boden zu achten. „Auf freier Strecke sind etwa Deckenarbeiten deutlich einfacher, wenn die Straße vollständig abgesperrt werden kann“, so Reiser, „in der Innenstadt ist das komplexer“. Dennoch gibt er sich zuversichtlich: „Ich hoffe, dass wir eine Baufirma finden, welche die Maßnahme durchführt und blicke optimistisch ins nächste Jahr.“

Heuer wollen die Krumbacher erneut eine Ausschreibung starten. Reiser hofft darauf, im Frühjahr oder spätestens im Sommer 2020 in Abstimmung mit der Stadt Senden den Kreuzungsumbau starten zu können. Es sei unbestritten, dass an dieser Stelle etwas unternommen werden müsse. Aber bisher sei die Sache leider „nicht so glücklich gelaufen“.

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