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14.07.2010

Kinderbetreuung: Angebote künftig im Internet

Neu-Ulm Nun legt die Stadt Neu-Ulm - nach dem gemeinsamen Antrag des CSU-Arbeitskreises "Vereinbarkeit Familie und Beruf" und der Grünen-Fraktion - eine "Kinderbetreuungsbörse" an. Sie soll Eltern über vorhandene Kindergartenplätze und das jeweilige pädagogische Konzept der Einrichtung informieren.

Einstimmiger Beschluss

Nach dem einstimmig gefassten Beschluss im Ausschuss für Bürgerdienste, Familie und Kultur wird die Stadt im Herbst die auf ihrer Internetseite vorhandene Liste der Kinderbetreuungseinrichtungen mit einer zusätzlichen Funktion über freie Plätze ausstatten. Mit den Trägern der nichtstädtischen Kindergärten soll ein regelmäßiges Meldesystem vereinbart werden. Die freien Plätze werden von Mitarbeitern der Verwaltung in die Internetseite eingefügt.

Gleichzeitig sollen die freien Träger aufgefordert werden, dort "Links" einzurichten, sodass Eltern zur Internetseite des jeweiligen Kindergartens geführt werden. Dort sollen ihnen alle wichtigen Informationen zu der Einrichtung zugänglich sein.

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Zwar war sich das Gremium einig, die Ergänzung der Internetseite um freie Plätze und Angaben zu den Kindergärten sei zweckmäßig. Gleichzeitig aber kamen Bedenken auf, da werde der Verwaltung wieder eine Zusatzaufgabe überwiesen. Sie solle zwar, könne aber nicht kostenneutral sein. "Da kommt wieder mal eine zusätzliche Belastung auf die Verwaltung zu", bedauerte Bernhard Maier ( CSU). Denn eigentlich sei diese "im Interesse der Kinder eine gute und nützliche Angelegenheit" doch eine Sache der Jugendämter.

Landratsamt winkt ab

Dort hatte die Verwaltung schon mal nachgefragt. Das Landratsamt aber hatte erst mal abgewinkt. Man könne ein solches öffentliches Informationssystem prüfen, brauche zur Einrichtung aber "eine angemessene Entwicklungszeit".

Mehrbelastung ist zu schaffen

Der Mehrbelastung durch die Pflege der Internetseite werde seine Abteilung gerecht werden, meinte Bürgermeister Gerhard Hölzel. Allerdings werde die neue Börse kaum ausschließen, dass - wie bisher schon - Eltern ihre Kinder gleich in mehreren Horten anmeldeten. Das könne nur eine zentrale Steuerung verhindern, die aber niemand wolle. (grr)

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