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Porträt

25.02.2013

Kirchen-Pop im alten Schulhaus

In wechselnder Besetzung und mit viel Spaß sind die jungen Musiker der Witzighausener Band „Gold Light“ bei der Sache.
Bild: Angela Häusler

Die Witzighauser Band „Gold Light“ probt mit Begeisterung für Jugendgottesdienste

Witzighausen „Kirchen-Pop“, so bezeichnet das 14-jährige Bandmitglied Sarah die Musik, die die Witzighauser Gruppe „Gold Light“ macht. Bei Jugendtreffen oder Gottesdiensten, ob in der eigenen Pfarrei oder auswärts, sind die größtenteils jugendlichen Musiker dabei.

Geübt wird im Haus des Bandgründers

Geübt wird einmal in der Woche. Platz dafür ist im Haus des Bandinitiators und Arrangeurs Rolf Hagenmaier genug: Genutzt wird der ehemalige Schulsaal, der groß genug ist, um Notenständer, Keyboards, Gitarren und Tonanlage zu beherbergen. Außerdem ist auf drei Sofas reichlich Platz zum Ausruhen, Chips und Limonade stehen auf dem Tisch. Sogar eine kleine Bar mit Getränken gibt es, tauglich ist der große Raum im Obergeschoss also auch für Feiern.

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Schon seit Jahren treffen sich junge Menschen dort zum Musizieren. Rolf Hagenmaier, den alle beim Vornamen rufen, ist immer dabei. Verschiedene Jugendliche bildeten über die Jahre hinweg unterschiedliche Bands, die „Children of Jah“, die „Chillers“, oder die „God´s Daughters“, letztere existiert erst seit Kurzem. Hagenmaier, der in Witzighausen neben den Bands auch den kleinen Jugendtreff neben der Kirche leitet, trommelt immer wieder neue Jungmusiker zum Üben und Auftreten im alten Schulhaus zusammen. Und auch zwei seiner Kinder, Manuel und Isabell, sind Mitglieder bei „Gold Light“.

Diesen Namen hat die Band seit zwei Jahren. Fünf Hobbymusiker im Alter von elf bis 21 Jahren bilden den Kern, bei Bedarf aber wächst das Ensemble auf ein gutes Dutzend Spieler an. Gesang, Gitarre, Keyboard, Cajon, das reicht für die kleine Besetzung, die Jugendgottesdienste, Firmungen oder Kommunionfeiern mitgestaltet. Dazu kommen, ganz nach Geschmack, weitere Gitarren, Trommeln, Geige und Querflöte.

Moderne Kirchenlieder zum Mitsingen

Besondere Voraussetzungen müssen die Mitglieder nicht erfüllen – in erster Linie soll es um den Spaß an der Musik gehen, erklärt Hagenmaier, seit seiner Jugendzeit als Hobbygitarrist aktiv. „Wir wollen gar nicht perfekt sein“, sagt Hagenmaier, „wichtig ist, dass alle dahinterstehen.“ Das heißt: Kirchgänger sollte man schon sein oder zumindest keine Abneigung dagegen haben. Denn die Musikanten üben hauptsächlich moderne Kirchenlieder, die bei den Auftritten von „Gold Light“ in Form eines Liederhefts zum Mitsingen ans Publikum verteilt werden. In Witzighausen, Wullenstetten oder Gerlenhofen sind sie regelmäßig anzutreffen, aber auch nach Weißenhorn, Pfaffenhofen oder Einsingen wurden sie schon eingeladen. Vor ihren Auftritten, berichten die Bandmitglieder, proben sie häufiger. In den vergangenen Monaten hat sich die Band aber auch einen Fundus an weltlicher Musik zugelegt, die etwa bei Gemeindefesten gespielt wird, zuletzt beim Herbstfest in Witzighausen. Dort wurde auch das erste selbst komponierte Lied aufgeführt.

Das Repertoire wird nach Lust und Laune zusammengestellt, „jeder kann Vorschläge machen“, berichtet Holger, der aktuelle Neuzugang der Band, der als Erwachsener zur Minderheit gehört. Nur drei der Musikanten haben die Jugendjahre bereits hinter sich. Der Musikgeschmack der Mitglieder reicht von Rammstein über Punk bis zu Hits aus den 1980ern. Einig sind sie sich darüber, dass es „schon abgehen soll“, wie Keyboarder Manuel betont. Und das gilt eben auch für kirchliche Auftritte. „Hier merkt man, dass Kirche richtig Spaß machen kann“, findet Holger, „und man wird angenommen, wie man ist.“

Das Ensemble sei außerdem offen für weitere Mitspieler, sagt Rolf Hagenmaier, „wer Lust hat, der kommt.“

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