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02.06.2009

Kleine Big Band mit großem Klang

Ulm (flx) - 2006 trafen sich nach einer Physik-Vorlesung drei Studenten, um im Musikraum der Uni Ulm zu "jammen": Philipp Zey (Posaune), Andreas Brunner (Schlagzeug) und Uwe Jantzen (Gitarre) wollten eine Verbindung zwischen dem New Orleans- und East-Coast-Jazz der 30er bis 50er Jahre und heutigen Rock- und Pop-Rhythmen herstellen.

Das Ergebnis war die Gründung der Band "Brassmaniacs", die sich mittlerweile zu einer veritablen "kleinen Big Band" gemausert hat und ein facettenreiches Angebot tanzbarer Melodien aus Jazz, Funk und Blues im Programm hat. Das brachte ihr die "Adelung" ein: Die Band wurde zu einer eigenen Abteilung des MUZ, des Musischen Zentrums der Universität Ulm.

Swingende Rhythmen und funkige Beats, mitreißende Rhythmen und kurzweilige Harmonien spielten die blechverrückten Studenten auch im Vormittagsprogramm des "Zelts".

Mit Sängerin Annika Jantzen gab es ein überwiegend aus Jazz- und Swingstandards komponiertes Programm, ein gut gelauntes Wiederhören beliebter Songs wie "Sunny", "Black Cotton" und "Summertime", aber auch manches aus dem Dixie wie etwa der unverwüstliche "Basin' Street Blues".

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Dass die "Brassmaniacs" längst den Pfad des gelegentlichen Jammens verlassen haben und die Zielgerade zur professionellen Band beschreiten, davon konnte sich jeder überzeugen. Spielfreude, Improvisationskunst und untrügliches Gespür für das behutsame Anpassen von Standards bestimmten den Auftritt der jungen Band.

So wurden die Rhythmen von Gershwin, Ellington und Co. zum vor Energie federnden Parforceritt, vor allem dann, wenn die Bläser gleichberechtigt neben Gitarre, Bass und Perkussion den warmen, weichen Klang einer "großen" Big Band treffen.

So erfährt auch das Raue und Aggressive im Klang eine kontrollierte, swingende Perfektion.

Dass man die "Brassmaniacs" ernst nehmen muss, beweist übrigens auch ihr Auftritt am Blautopf anlässlich der Blaubeurer "Sommerbühne" am 1. August.

Da stellen die jungen Musiker die Vorband für "Mezzoforte" und Joo Kraus. Mal sehen, wann "Brassmaniacs" dann abendfüllend ins große Zelt umziehen.

www.brassmaniacs.de

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