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Senden

10.01.2014

Kleine Kunstwerke aus Wachs

Für Ulrike Wiesenfarth aus Senden ist das Bebildern von Kerzen das liebste Hobby. Sie hat schon zahlreichen Kommunionkindern, Firmlingen oder Brautpaaren zur gewünschten Kerze verholfen.

Ulrike Wiesenfarth verziert Kerzen für besondere Anlässe und außergewöhnliche Geschenke

Senden „Der Christbaum steht noch, und ich habe schon die Ostermotive im Kopf“, erzählt Ulrike Wiesenfarth, deren Arbeiten vielen Sendener Kirchgängern bekannt sein dürften. Sie widmet sich in ihrer Freizeit dem Verzieren von Kerzen und hat schon zahlreichen Kommunionkindern, Firmlingen oder Brautpaaren zur gewünschten Kerze verholfen.

Schon im Flur ihrer Wohnung ist die große Passion von Ulrike Wiesenfarth deutlich zu sehen – farbenfroh gestaltete Kerzen, die dicht an dicht in mehreren Schrankfächern Platz finden. Schon seit ihrer Jugendzeit gehört das Verzieren von Kerzen zu den liebsten Hobbys der gebürtigen Meßkircherin, die diese Kunst schon in der Familie erlernte.

Die Leidenschaft an Jüngere weitergegeben

„Bei uns hat man für besondere Anlässe schon immer Kerzen selbst gemacht“, berichtet die 45-Jährige. Bei der Arbeit in der dortigen Gemeinde, mit Jugendgruppen oder Firmlingen hat sie diese Leidenschaft auch an andere weitergegeben, mit Kindern und Jugendlichen immer wieder Kerzen individuell verziert. Und seit sie vor 20 Jahren nach Senden gezogen ist, hat sie auch hier für vielerlei Gelegenheiten und häufig nach besonderen Wünschen gestaltete Kerzen mit passender Wachs-Dekoration versehen. Denn die Kreativität der dreifachen Mutter hat sich mit der Zeit herumgesprochen – immer wieder trudeln Aufträge bei Ulrike Wiesenfarth ein, wenn Freunde und Bekannte etwa nach einem besonderen Geschenk suchen.

„Ich brauche dieses Hobby als Ausgleich zum oft stressigen Job“

Mehrere Stunden in der Woche verbringt sie regelmäßig damit, flüssiges Wachs oder bunte Wachsplatten in Form zu bringen, um sie anschließend auf meist großen, weißen Kerzen vorsichtig zu Motiven zusammenzusetzen.

„Ich brauche dieses Hobby als Ausgleich zum oft stressigen Job“, berichtet die Kunsthandwerkerin, die ihre Vormittage als Arztfachhelferin an der Ulmer Kinderklinik verbringt. Das Werkeln mit Wachs sei pure Entspannung, findet Ulrike Wiesenfarth, zumal dabei eine ruhige Hand unabdingbar ist.

Motive müssen sauber ausgeschnitten werden

Schließlich müssen die Motive, ob Frühlingsblumen, biblische Symbole oder Schrift, sauber ausgeschnitten, platziert und nachbearbeitet werden. Auch Naturmaterialien wie Muscheln oder Nelken fügt sie manchmal mit ein oder bemalt die wächserne Verzierung noch mit Acrylfarbe. Zum Schluss bekommen die Kerzen noch etwas Glanz – durch eine Lackierung oder gold- und silberfarbene Folien.

Mehrere Stunden kann es dauern, bis eine aufwendig gestaltete Kerze fertig ist. Besonders viel Arbeit macht die Herstellung der fünf großen Osterkerzen für die katholischen Gotteshäuser und das Altenzentrum, die Ulrike Wiesenfarth gemeinsam mit einem weiteren Gemeindemitglied, Georg Sonntag, gestaltet. Einen ganzen Tag lang arbeitet das Duo daran.

Viele positive Rückmeldungen bekommen

Von ihren Auftraggebern hat sie mittlerweile schon viele positive Rückmeldungen bekommen. „Und es ist interessant, zu hören, wo die Kerzen überall hingehen“, berichtet die Ulrike Wiesenfarth, denn zuweilen bekommt sie Dankschreiben aus Hamburg, Bochum oder dem Schwarzwald. Die meisten ihrer Werke hat sie auf Fotos festgehalten, die mehrere Alben füllen. Neues Material zum Bearbeiten und Verzieren besorgt sich die Wahl-Sendenerin regelmäßig in den Krumbacher Wachsfabriken. Und weil sie aus ihrer Umgebung immer wieder hörte: „Mach doch was daraus!“, hat sie im vergangenen Jahr ein Gewerbe eintragen lassen. Dennoch sollen die Kerzen ein Hobby bleiben, und an Bestellungen mangelt es nicht.

Für die Familie und das ehrenamtliche Engagement in der Kirchengemeinde will sie schließlich genügend Zeit haben. Neue Pläne hat Ulrike Wiesenfarth aber dennoch: Es reizt sie, Kerzen nicht nur zu verzieren, sondern vollständig selbst herzustellen. „Das wäre noch ein Ziel“, sagt sie, „für irgendwann.“

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