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Weissenhorn

11.11.2013

Kleine Messe, großes Einsparpotenzial

Da ging manchem ein Licht auf: Kostenfreie Beratungen zum Stromsparen erhielten Haus- und Wohnungseigentümer von Fachleuten auf dem ersten Energiespartag von Landratsamt und Kreishandwerkerschaft in Weißenhorn.
Bild: Andreas Brücken

Experten haben bei Energiespartagen geldwerte Ratschläge für Renovierer und Häuslebauer gegeben.

Energiesparende Sanierungsmöglichkeiten, die von Ausstellern der Elektrobranche, Heizungsfachleuten, Malern und Schreinern aufgezeigt wurden, präsentierten das Landratsamt und die Kreishandwerkerschaft bei den ersten Energiespartagen in Weißenhorn. Dabei sprach Gastgeber und Kreishandwerksmeister Michael Stoll von einer gelungenen Premiere in den neu bezogenen Räumen des ehemaligen Rathauses an der Memminger Straße.

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20 Aussteller hatten sich auf die Bedürfnisse von Haus- und Wohnungseigentümern eingestellt. Stellvertretender Landrat Roland Bürzle sah in seiner Eröffnungsrede ein großes Potenzial zur Energieeinsparung im Rahmen einer Sanierung im Haushalt. Als Energiesparmeister konnten damit auch gleich zum Auftakt der Messe fünf private Bauherren mit Preisen in der Gesamthöhe von 3700 Euro ausgezeichnet werden. So auch Birgit und Johannes Stäb, die in diesem Jahr ihr Einfamilienhaus aus Holz in Reutti fertiggestellt haben. Sie erhielten einen Scheck in Höhe von 1000 Euro. Mit Zellulosedämmungen an den Außenwänden und dem Dach, dreifachverglasten Fenstern und effizienter Beheizung erreicht ihr Neubau den Standard eines Passivhauses.

Den praktischen Wert eines Neubaus aus Holz konnte dabei der Bauherr besonders ausspielen. Denn mit etwas handwerklichem Geschick, so Stäb, seien viele Arbeiten am Haus auch in Eigenleistung machbar gewesen. Nach bereits einer Woche sei der Rohbau fertiggestellt und nach einem Jahr das Haus bezugsfertig gewesen. Seitdem genießt Familie Stäb das nach ihren eigenen Angaben besonders angenehme Klima ihres Holzhauses. Auf der Messe haben sich die beiden über die Vorzüge einer Fotovoltaikanlage informiert – aber nur unverbindlich, wie sie sagen.

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Die Liste der Vorträge, bei denen Spezialisten den Besuchern wertvolle Tipps rund um die Sanierung an Haus und Wohnung gaben, war lang: Themen waren unter anderem praktische Lösungen und Einsparpotenziale, eine Heizung, die auch Strom erzeugt, oder auch Möglichkeiten, die Energiekosten im eigenen Haushalt um bis zu 200 Euro zu senken.

Dass sich die Energiespartage als Erfolg erweisen werden, daran hat Organisatorin Ulrike Ufken, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft, keinen Zweifel. So ist eine weitere Veranstaltung dieser Art bereits im kommenden April geplant. Noch nicht fest steht dabei, ob Senden oder Vöhringen der Veranstaltungsort sein wird.

Die Kreishandwerkerschaft wird währenddessen in ihrem neuen Domizil in Weißenhorn noch in diesem Monat mit den ersten Sanierungsarbeiten beginnen. Kreishandwerksmeister Michael Stoll zufolge wird der Verband rund eine Million Euro in das bis vor Kurzem als Rathaus genutzte ehemalige Gebäude der Landwirtschaftsschule investieren.

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