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Neu-Ulm

24.11.2014

Kleine Würfel, großer Wurf

Heiße Duelle im Edwin-Scharff-Haus: Hunderte Spielefans kamen am Wochenende zur Spielemesse „Komm, spiel mit“. Dabei konnten die Besucher viele neue Spiele ausprobieren.
Bild: Annika Gonnermann

Hunderte Besucher strömen zur 30. Ausgabe von „Komm, spiel mit“ im Edwin-Scharff-Haus. Warum die Spielemesse sich so großer Beliebtheit erfreut.

Konzentriert blickt Anita Matttes auf die Karten in ihrer Hand. Dann wirft sie einen Blick auf den bunten Stapel vor ihr auf dem Tisch, wo ihre Mitspielerin gerade eine weitere Karte ablegt. Das Spiel heißt „Scharfe Schote“, doch bis vor wenigen Minuten hatte Mattes noch nie davon gehört. „Wir probieren das jetzt einfach mal aus“, so die Spielefreundin aus Bad Schussenried, die extra für die Spielemesse „Komm, spiel mit“ nach Neu-Ulm gekommen ist. „Wir waren letztes Jahr schon in Stuttgart bei der Spielemesse und jetzt haben wir wieder etwas gesucht und sind auf Neu-Ulm gekommen.“ Vor allem die Spiele-Auswahl hat sie und ihre Mitspieler überzeugt. „Hier kann man einfach mal alles ausprobieren“, schwärmt sie, bevor sie wieder am Zug ist.

Insgesamt zum 30. Mal fand am Wochenende im Edwin-Scharff-Haus die „Komm, spiel mit“ statt. Veranstaltet wird die Spielemesse jedes Jahr von der Evangelischen Jugend im Dekanat Neu-Ulm. Spieleturniere, Spieleentwickler-Ecke und Extraspielebereich lockten Besucher auch aus der weiteren Umgebung. Seit 2010 hat Dekanatsjugendreferentin Ute Kling die Leitung der drittältesten Spieleveranstaltung dieser Art in Deutschland übernommen. „Das Besondere an unserer Messe hier ist, dass die Leute einfach kommen können und alles einmal ausprobieren.“

Das Konzept wirkt offenbar. Die Veranstaltung, die zunächst im Gemeindesaal der Petruskirche stattgefunden hatte, zieht immer Besucher an. „Im letzten Jahr waren es an die 1800“, sagt Kling. Das Publikum sei gemischt. „Es ist wirklich alles dabei. Familien mit Kindern, Jugendliche, die alleine oder in der Clique kommen, und immer mehr Studenten.“ Senioren brächten oft noch ein „Alibi-Kind“ mit: „Die trauen sich noch nicht so.“

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Mit ihrem Team aus 40 Helfern war Organisatorin Kling das gesamte Wochenende im Einsatz. „Wir mussten alles aufbauen und auspacken und dann kontrollieren, ob auch alle Spielfiguren da sind, wo sie hingehören“. Bei über 2500 Spielen dauere das seine Zeit. Darunter seien die aktuellsten Neuerscheinungen, aber auch Klassiker aus der Anfangszeit der „Komm, spiel mit“, die von Klings Vorgänger Uli Geißler ins Leben gerufen worden war. Seither findet die Veranstaltung am Wochenende vor dem ersten Advent statt. Kling: „Das ist der letzte Termin, bevor die Weihnachtsmärkte überall losgehen und die Leute Zeit haben. Außerdem können sie hier das ein oder andere Spiele ausprobieren und sich überlegen, ob sie das vielleicht für Weihnachten kaufen möchten.“

Wer einmal auf der „Komm, spiel mit“ gewesen sei, der komme mit großer Wahrscheinlichkeit wieder, weiß Kling: „Deswegen ist das auch so wichtig, dass der Termin immer gleich bleibt. Die meisten haben den fest im Kalender stehen.“

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