1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Kleiner Ganove haut sich selbst übers Ohr

Neu-Ulm

21.07.2013

Kleiner Ganove haut sich selbst übers Ohr

Dumm gelaufen: Gründlich schief gegangen ist gestern der Versuch eines noch unbekannten Betrügers, der den Kassier der Volksbank Neu-Ulm in eine Wechselfalle locken wollte.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Wechselfallenbetrüger verliert sein Geld

Neu-Ulm Dumm gelaufen: Gründlich schief gegangen ist gestern der Versuch eines noch unbekannten Betrügers, der den Kassier der Volksbank Neu-Ulm in eine Wechselfalle locken wollte. Der auffällig kleine Ganove verlor einen Großteil seines eigenen Geldes und löste einen großen Polizeieinsatz aus.

Die Polizei musste wegen der vagen Mitteilung von einem Banküberfall ausgehen und rückte binnen weniger Minuten mit einem Großaufgebot in der Ludwigstraße an. Vor Ort stellte sich schnell heraus, dass es sich um keinen Raubüberfall handelte, sondern dass ein versuchter Wechselfallenbetrug stattgefunden hatte.

Ein 30 bis 40 Jahre alter Mann war mit rund 3500 Euro Bargeld in 50 Euroschienen am Kassenschalter der Volksbank aufgetaucht und wollte diese in 500 Euroscheine gewechselt haben. Als der Kassier das Geld an sich nahm und im Gegenzug denselben Betrag in 500 Euro Scheinen wieder ausbezahlte, wollte der Täter den Betrag erneut in eine andere Scheinart gewechselt haben. Sein versuchter Trick: Er gab daraufhin dem Angestellten der Bank ein Bündel 500 Euro Scheine wieder zurück, behielt aber drei fünfhundert Euro Scheine bei sich.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Dies bemerkte jedoch ein nachfolgender Kunde und machte den Kassier auf den Betrugsversuch aufmerksam. Daraufhin flüchtete der Täter zu Fuß aus der Bank, verfolgt von einem weiteren Bankangestellten. Im Laufe der Verfolgung verlor der flüchtende Täter die noch fehlenden drei einsteckenden 500 Euro Scheine. Ein Passant beobachtete die Aktion, sammelte die verlorenen Geldscheine ein und übergab sie der Bank. Im Bereich an der kleinen Donau verlor der Bankangestellte den flüchtenden Täter aus den Augen.

Eine Fahndung der Polizei in Neu-Ulm und Ulm brachte kein Ergebnis. Der südländische Täter wird mit 1,60 Meter als auffällig klein und als schlank beschrieben. Der Bank selber entstand bei dem Betrugsversuch keinerlei Schaden, sondern nur dem Täter, da die Bank am Ende das übergebene Geld des Täters und ihre herausgegebenen 500 Euro Scheine wieder komplett im Besitz hatte. (rost)

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
_AKY1866.JPG
Neu-Ulm

Prozess: Vorsitzende prellte Förderverein einer Grundschule um 8000 Euro

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden