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Ulm/Neu-Ulm

15.05.2018

Klimaschutz auf Schwäbisch

Gunter Czisch, Werner Kammerer (Rad-Auslieferer Velocarrier), Martin Müller, Vorstandsvorsitzender des UNW, und Reinhard Junginger, Stellvertreter des Oberbürgermeisters von Neu-Ulm.
Bild: Stefan Loeffler

Mit 54 Gutscheinen in einem „Sparbuch“ wollen Ulm und Neu-Ulm Gutes tun.

15 Prozent Rabatt beim Kauf im Bauernladen S‘Hofhäusle in Burlafingen, einen Bio-Espresso gratis bei Animo am Karlsplatz oder kostenloser Eintritt zu einem Vortrag an der Volkshochschule: Mit solchen oder ähnlichen Gutscheinen – 54 an der Zahl – soll das neue Klimasparbuch der Städte Ulm und Neu-Ulm Umweltbewusstsein wecken. „Und zwar ohne den erhobenen Zeigefinger“, wie Ulms OB Gunter Czisch bei der Vorstellung des Druckwerks betont. Knapp fünf Euro kostet das Büchlein. Es ist in diversen Buchhandlungen und an den Hochschulen erhältlich. Darüber hinaus wird es künftig auch in der Neubürgertasche und in der Babytasche beigelegt werden.

Das Konzept habe sich in anderen Städten bewährt: In 30 Kommunen gibt es solche Klimasparbücher, des ökologisch orientierten Münchner Oekom Verlags. Wie Czisch sagt, solle mit dem Druckwerk das Thema einen Weg aus den angestammten Öko-Milieus finden.

„Man muss den Leuten nicht mehr erzählen, dass der Klimaschutz wichtig ist. Außer vielleicht dem Herrn Trump“, so Czisch. Doch die Barrieren zu ganz praktischen Maßnahmen im Alltag seien oft zu hoch. Und so liefert das Buch etwa einen Saisonkalender bei dem auf einen Blick zu erkennen ist, wann welches Obst oder Gemüse mit Blick auf den Klimaschutz am besten gekauft werden sollte. Das Klimasparbuch zeigt für die Lebensbereiche Ernährung, Konsum, Mobilität, Wohnen und Bauen Tipps auf, wie der Alltag klimafreundlicher gestaltet werden kann. „Wir wollen Gewohnheiten neu etablieren“, sagt Magdalena Ulmer, die als Projektleiterin des Ulmer Initiativkreises für nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (UNW) bei der Publikation mitgearbeitet hat.

Zudem kommen Ulmer Promis zu Wort: Der Leser erfährt etwa von Schriftstellerin Amelie Fried, dass sie bei Heimatbesuchen am liebsten in den Donau-Auen weilt, Alt-Oberbürgermeister Ivo Gönner das grüne Band von der Stadtmitte bis zur Oststadt liebt und, dass der „grüne Lieblingsort“ des Die-Happy-Trommlers der New-Golf-Club in Neu-Ulm ist. (heo)

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