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19.03.2009

Kochen mit Brosch

Senden (ahoi) - 29 Bewohner der beschützenden Station im Altenzentrum St. Elisabeth saßen am Donnerstagmorgen fröhlich beim gemeinsamen Frühstück. In einer großen Pfanne brutzelte Rührei mit Schinken, 120 Eier hatte Küchenchef Peter Brosch dafür in die Pfanne gehauen.

Schwestern und Küchenhelferinnen schenkten Kaffee aus oder bestrichen Brötchen mit Butter. Es war keine Mahlzeit wie daheim mit der Familie - aber es ist doch eine heimelige, gemütliche Atmosphäre, die sich verbreitet, wenn am Herd gewerkelt wird und der Duft von Kaffee aufsteigt. Und genau darum geht es auch beim regelmäßigen Kochen mit Bewohnern, das im Heim seit dem letzten Jahr immer wieder organisiert wird.

Die Idee dazu stammt von Koch Peter Brosch selbst - das Kochen und anschließende Genießen regt Geschmacks- und Geruchssinn der Senioren an.

Erinnerungen an früher werden so bei den Senioren durch das Zubereiten in der direkten Umgebung wach, "die meisten waren ja Hausfrauen", sagt Brosch, "und es ist einfach was anderes, wenn man hört, dass was in der Pfanne brutzelt". Selbst an den Herd wollen sich die alten Leute meist nicht begeben, weiß Ergotherapeutin Gisela Schmidt, die einmal wöchentlich mit den Bewohnern bäckt. Aber beim Vorbereiten sind sie mit Eifer dabei. "Auf diesem Weg findet man einen anderen Zugang, gerade zu Demenz- oder Alzheimerkranken", sagt Heimleiterin Anna Maria Oestreicher. Der Appetit der Senioren bestätigt das. Die meisten verlangen einen Nachschlag. "Das ist prima", erzählt eine Bewohnerin, "wir sitzen hier alle so schön und es ist einfach mal was anderes."

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