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Weissenhorn

22.11.2019

Kommandowechsel in der Feuerwehr Hegelhofen nach 43 Jahren

Einige Gäste kamen zur Versammlung der Feuerwehr Hegelhofen. Das Foto zeigt von links: Bürgermeister Wolfgang Fendt, stellvertretender Kommandant Franz-Xaver Hörmann, Kommandant Sebastian Mayer, Rupert Hörmann, Bruno Hertle, Peter Mayer, Kreisbrandrat Bernhard Schmidt, Ulrich Hertle, Kreisbrandmeister Günter Wagner und Kreisbrandinspektor Wilhelm Schneider.
Foto: Sammlung Mayer

Peter Mayer leitete die Truppe über Jahrzehnte. Nun übergibt er das Amt an seinen Sohn. Der Klimawandel werde die Einsatzkräfte auf Trab halten, sagt er.

Wer in Hegelhofen im Dienst der freiwilligen Feuerwehr steht, hat wahrscheinlich kaum auf ein anderes Kommando gehört als auf das von Peter Mayer. Insgesamt 43 Jahre lang leitete der 64-Jährige die Einsätze der Truppe. „Damals wie heute können wir uns auf etwa 25 Helfer verlassen“, sagt Mayer sichtlich stolz. Jetzt hat er sein Amt zur Verfügung gestellt.

Mayer kam mit 17 Jahren zur Hegelhofer Feuerwehr. „Man trat dem Männergesangverein oder der Feuerwehr bei – oder beidem“, sagt er. Nur zwei Jahre nach seinem Eintritt wurde Mayer schon zum stellvertretenden Kommandanten ernannt. Eine recht aufregende Zeit sei es gewesen, als 1976 ein Bauernhof im Ort brannte. Oder als zwei Jahre darauf ein Brandstifter sein Unwesen in Hegelhofen trieb.

19 Jahre Stellvertreter, 24 Jahre erster Kommandant – auch wenn die Truppe unter seine Leitung über mehr als vier Jahrzehnte dank regelmäßiger Übungen und Fortbildungen eine schlagkräftige Mannschaft geblieben ist, bleibt Mayer bescheiden: „Wir sind die Wasserträger für die Weißenhorner Feuerwehr“, sagt er und deutet damit den Dienst an der Tragkraftspritze an, die mit einem Kleinbus aus dem Stadtteil zu den Einsätzen gebracht wird. Mit diesem Bild bringt er auch die Aufgabe der freiwilligen Helfer auf den Punkt: „Wir sind jederzeit bereit, Bürgern in Not zu helfen.“

Orkane und Hochwasser gibt es auch in der Region

Doch nicht nur im Brandfall ist die Mannschaft aus Hegelhofen in den vergangenen Jahren ausgerückt, wie sich Mayer erinnert. Auch der Klimawandel sei mit extremen Wetterereignissen wie Orkanen oder Hochwassern nicht spurlos an der Region vorbei gegangen. Einätze, bei denen Keller ausgepumpt oder Sturmschäden beseitigt werden müssen sieht Mayer deshalb in Zukunft öfter auf die Helfer zukommen. Dafür ist die Wehr seiner Ansicht nach nicht nur technisch, sondern auch kameradschaftlich gut gerüstet: „Wir sind wie eine Familie.“

Da ist es naheliegend, dass das Amt des Hegelhofer Kommandanten von Vater Peter an Sohn Sebastian weitergegeben wird. Zusammen mit Franz-Xaver Hörmann als Stellvertreter wurde dieser einstimmig von den Mitgliedern – 24 von 26 aktiven Feuerwehrmännern waren zur Abstimmung anwesend – gewählt.

In den Ruhestand begleiten Thomas Mayer, der zum Ehrenkommandanten ernannt wurde, auch Bruno Hertle, Ulrich Hertle und Rupert Hörmann, die ebenfalls seit 43 Jahren in der Hegelhofer Feuerwehr tätig waren.

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