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Holzheim

05.10.2019

Kommen weitere Kleinkinder zur Betreuung ins Rathaus?

In Holzheim wird überlegt, wo künftig eine weitere Krippengruppe entstehen könnte.
Bild: Symbolfoto Alexander Kaya

Holzheim braucht möglicherweise nächstes Jahr Platz für eine zweite Kinderkrippe. Ein Provisorium ist ebenso denkbar wie ein Neubau – oder gleich beides.

Braucht die Gemeinde Holzheim im Herbst 2020 Platz für eine zweite Kinderkrippe? Noch lässt sich diese Frage nicht beantworten, aber es gibt schon konkrete Überlegungen, was in dem Fall möglich wäre. Im Obergeschoss des Rathauses könnte sie eingerichtet werden, zumal dort eine Etage tiefer bereits die erste Kleinkinder-Gruppe untergebracht ist. Allerdings wären dazu verschiedene Brandschutzmaßnahmen nötig, deren Realisierung auf ungefähr 90.000 Euro veranschlagt wird. Der Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung für eine vorsichtige Lösung entschieden.

Demnach soll die beim Landratsamt beantragte Nutzungsänderung zwar mit dem jetzt vom Gremium verabschiedeten Brandschutzkonzept unterlegt, über dessen Umsetzung aber erst bei Bedarf befunden werden, eventuell auch in mehreren Abschnitten. „Denn für den aktuellen Bestand ist der Brandschutz ausreichend“, sagte der Pfaffenhofer Architekt Hermann Spiegler, der in Zusammenarbeit mit einem Fachbüro vier unterschiedliche Varian-ten für die baulichen Vorkehrungen entwickelt hatte. Nur: „Ich bin nicht sicher, ob wir im nächsten Jahr eine zweite Krippengruppe benötigen. Das wissen wir erst im April“, beschrieb Bürgermeisterin Ursula Brauchle die Situation. Der tatsächliche Bedarf werde sich erst im Frühjahr abzeichnen, wenn die neuen Anmeldungen vorliegen. „Dann müssen wir aber gewappnet sein.“

Brauchle: "Alle denkbaren Raumreserven sind ausgeschöpft"

Im eigentlichen Kindergarten-Gebäude, das bekanntlich der Grundschule angegliedert ist, sei jedenfalls „definitiv kein Platz mehr für weitere Gruppen“. Alle denkbaren Raumreserven seien ausgeschöpft. Die provisorische Lösung im Rathaus ist Brauchle zufolge aber so schlecht nicht: „Von den Eltern der im Erdgeschoss betreuten zweijährigen Kinder wird sie sehr positiv aufgenommen.“

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Zudem befürworte die Fachaufsicht im Landratsamt gegebenenfalls eine gemeinsame Unterbringung beider Gruppen im Rathaus. Längerfristig freilich sei dies eine Notlösung, fügte die Bürgermeisterin hinzu und betonte: „Wir müssen in naher Zukunft an einen Neubau denken.“ Vorgespräche dazu hätten bereits stattgefunden, für ein Raumprogramm gebe es Überlegungen. Aber: „Einen Neubau können wir nicht aus dem Boden stampfen.“ Zwei bis drei Jahre seien nötig, bis eine neue Krippe verfügbar ist.

Architekt sieht zweiten Fluchtweg für Sitzungssaal vor

Gleichwohl seien Brandschutzmaßnahmen im Rathaus womöglich unabhängig davon sinnvoll. Der Sitzungssaal werde schließlich nicht selten für größere Versammlungen genutzt. „Da wäre ein zweiter Fluchtweg neben dem Treppenhaus durchaus angebracht.“

Den sieht Spieglers Konzept mit einem Podest und zwei Außentreppen an der Ostfassade vor. Bei der von ihm favorisierten und vom Gremium einmütig befürworteten Variante entstünden im Obergeschoss zwei getrennt nutzbare Bereiche.

Bezogen auf die Kosten sieht der Architekt keine großen Unterschiede. Die gewählte Variante sei sogar günstiger als die anderen drei, bedingt durch den hier möglichen geringen Umbauaufwand. fügte er hinzu. Demgegenüber hätten die anderen Lösungen zum Teil größere Veränderungen im Erdgeschoss des Rathauses erfordert. Die mochte vor allem der Zweite Bürgermeister Thomas Hartmann nicht akzeptieren: „Durch die Glaselemente ist der Eingangsbereich jetzt hell, freundlich und transparent. Das sollten wir uns nicht verbauen“, sagte er.

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