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Ulm

13.05.2015

Kommt das „Super-Talent“ aus Ulm?

Fabian Gavranaj aus Holzheim möchte ein bekannter Rapper werde. Sein können führt er auch den anderen Teilnehmern beim Casting in Wiblingen für die RTL-Sendung „Das Super-Talent“ vor.
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Fabian Gavranaj aus Holzheim möchte ein bekannter Rapper werde. Sein können führt er auch den anderen Teilnehmern beim Casting in Wiblingen für die RTL-Sendung „Das Super-Talent“ vor.
Bild: Alexander Kaya

RTL sucht wieder besondere Talente und hofft, eines in Wiblingen zu finden. Hunderte Teilnehmer aus der Region wollen ihr Können beim Casting bewiesen.

Mit Musik Geld verdienen, das wäre ihr großer Wunsch. Von diesem trennen Alexandra Kühnast jetzt nur noch 30 Minuten, drei unbekannte Menschen und eine Kamera. Aufgeregt? „Nein, das bin ich noch nicht“, sagt sie und lacht. Sie nimmt beim Casting für die TV-Show „Das Super-Talent“ des Fernsehsenders RTL mit Dieter Bohlen teil, das an diesem Tag in Wiblingen statt findet und Menschen mit Fähigkeiten oder Talenten sucht, die vor allem auffallen. Kühnasts Sohn Felix und eine Freundin sind mitgekommen, um die 25-jährige Neu-Ulmerin zu unterstützen. Sie ist nicht die einzige aus der Region, die ihr Glück vor der Kamera versuchen möchte.

Auch Fabian Gavranaj aus Holzheim will zeigen, was er kann – und das am Liebsten der gesamten deutschen Fernsehwelt. „Wär schon cool, wenn ich weiter kommen würde“, sagt der 15-Jährige, der mit seinen Eltern zum Casting gekommen ist. Der Freizeit-Rapper, der sich den Namen „Gavi“ gegeben hat, war schon vergangenes Jahr beim „Super-Talent“-Casting in Ulm. Da hat’s nicht geklappt. Egal, sagt sich der Holzheimer, der bereits seit drei Stunden auf seinen Auftritt wartet: „Ich werde es so lange versuchen, bis es klappt.“ Die anderen im Warteraum sprechen ihm Mut zu: „Deine Einstellung ist genau richtig“, sagt da etwa eine Frau aus Aalen, die ihren Freund zum Casting begleitet. Auch er möchte singen, wie viele andere an diesem Tag beispielsweise aus Kempten, Dillingen oder Kaufbeuren. 

RTL und die Berliner Produktionsfirma UFA haben in diesem Jahr für die neunte Staffel von „Das Super-Talent“ eine Casting-Tour durch 40 Städte organisiert. Ulm ist die 16. Station, zuvor durften sich Teilnehmer, die mit ihren Haustieren, Instrumenten oder jeglichem Equipment antreten können, in Stuttgart, Düsseldorf oder Hamburg beweisen. Wirklich außergewöhnliche Teilnehmer, wie sie dann oft später im TV zu sehen sind, sind nach Ulm nicht gekommen. Am Auffälligsten waren zwei als Kühe verkleidete Männer aus Kempten, die mit großen Glocken Musik machen.

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Doch einige „Talente“ mit dem gewissen Fremd-Schäm-Faktor werden sich wohl bis zum 16. März noch finden, dann ist das letzte Casting in Mannheim. Im Spätherbst wird die Sendung ausgestrahlt, wann genau steht noch nicht fest. Sicher ist bereits ein Jury-Mitglied: Model Bruce Darnell.

Ob Fabian Gavranaj und Alexandra Kühnast vor ihm und Dieter Bohlen und den anderen Jury-Mitgliedern auftreten dürfen, wird beim Casting in Ulm nicht bekannt gegeben. Wie eines der sieben Mitglieder im Casting-Team verrät, werden dort beim Vorsprechen im Hotel Löwen in Wiblingen, erst einmal potenzielle Talente gesichtet und vorab gehört. Erst wenn die Tour vorbei ist, bekommen die Teilnehmer Bescheid, ob sie vor die „echte“ Jury dürfen oder nicht.

Wie sich die große Bühne anfühlen könnte, erlebt Alexandra Kühnast alias „Dezi Belle“ nach zwei Stunden Wartezeit im zum Casting-Raum umfunktionierten Saal des Hotel Löwen. Mit hinein nehmen darf sie ihren Sohn nicht, er muss warten. Drinnen gibt es nur sie, ihre Stimme, eine Kamera und eine kleine Jury bestehend aus Mitgliedern der Produktionsfirma. Dann geht’s los: Sie hat den Bob-Seger-Klassiker „Old Time Rock’n’Roll“ vorbereitet. Ob das ankam? Nach einer halben Stunde kommt Kühnast mit winzigen Schweißperlen auf der Stirn aber erleichtert aus dem Saal: Auch wenn bei der Jury der vorbereitete Song nicht so gut ankam, sie war zufrieden mit ihrem Auftritt. „Die wollten noch zwei andere Lieder hören. Das ist doch gut“, erzählt sie und umarmt ihre Begleiterin und ihren Sohn.

Auch wenn sie womöglich in ein paar Wochen eine Absage bekommt, ist sie glücklich, mitgemacht zu haben: „Es ist eine gute Übung, mal vor Zuschauern aufzutreten“, sagt die 25-Jährige. Und wenn’s dann noch ein paar 100000 mehr vor den Fernsehern werden? Umso besser, findet die Neu-Ulmerin.

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