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23.10.2009

Konjunkturhimmel hat sich weiter aufgehellt

Landkreis (AZ) - "Nach einem unvergleichlich starken Einbruch hat sich der Konjunkturhimmel im Landkreis Neu-Ulm in den letzten Monaten weiter aufgehellt. Die aktuelle Geschäftslage ist zwar bei der Mehrzahl der befragten Unternehmen noch unbefriedigend, jedoch sind die Erwartungen nun sehr optimistisch." So lautet das Fazit einer aktuelle Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer Schwaben. Branchenübergreifend befürchte kein einziges Unternehmen mehr eine Verschlechterung der Situation, dagegen rechnen 46 Prozent mit einer Verbesserung in den nächsten Monaten.

"Auch die Industrieunternehmen erwarten sich wieder steigende Auftragseingänge", so Hans-Heiner Honold, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Neu-Ulm. "Allerdings ist die Kapazitätsauslastung in vielen Betrieben so unzureichend, dass wohl selbst Kurzarbeit Entlassungen nicht komplett verhindern kann. Momentan ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt noch besser als erwartet. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die wirtschaftliche Belebung ausreicht, um den hohen Beschäftigungsstand halten zu können."

"Auch wenn die Erwartungen zwischenzeitlich durchwegs sehr positiv sind, so täuschen die Zahlen der aktuellen Bestandsaufnahme nicht darüber hinweg, dass die Situation gerade in Industriebetrieben kritisch ist", heißt es in einer Presseerklärung der IHK. Während sich im Durchschnitt aller Branchen die Schlechtmeldungen von 50 auf 36 Prozent der Unternehmen innerhalb weniger Monate reduziert hätten, so seien dies im Bereich der Industrie immer noch gut die Hälfte der Unternehmen. Die Industriebetriebe hatten in den vergangenen Monaten noch weiter mit sinkenden Auftragsvolumina zu kämpfen, sodass nun Auftragsbestand und Kapazitätsauslastung an einem Tiefpunkt angelangt sind. Kein einziger Industriebetrieb berichtet in der Umfrage von einer vollen Kapazitätsauslastung.

Optimismus vorhanden

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Der Optimismus habe bei den Unternehmen deutlich zugenommen. Mehr als die Hälfte der befragten Industriebetriebe erwartet sich steigende Auftragseingänge in nächster Zeit. Allerdings sind die Unternehmen bei der Prognose zu den Beschäftigtenzahlen noch skeptisch.

So gibt die Hälfte der Industrieunternehmen in der Umfrage an, dass es sie mit einem abnehmenden Personalstand rechneten.

Im Durchschnitt aller befragten Branchen, darunter Handel, Bau und unternehmensbezogene Dienstleistungen, stelle sich die Situation nicht ganz so dramatisch dar. Hier habe sich der Anteil der Firmen, die ihre Beschäftigtenzahl reduzieren müssen, von 47 auf 30 Prozent reduziert. Wie hoch der tatsächliche Stellenabbau ausfallen wird, kann jedoch nicht beziffert werden. "Die Unternehmen werden je nach Entwicklung der Auftragseingänge in den nächsten Monaten flexibel entscheiden müssen. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass die Betriebe ihre Fachkräfte halten werden, solange es wirtschaftlich irgendwie vertretbar ist", so Honold. "Wenn jedoch die Produktion über einen zu langen Zeitraum nicht ausreichend ausgelastet ist, so muss das Unternehmen irgendwann handeln. Bislang konnten wir durch das arbeitsmarktpolitische Instrument der Kurzarbeit hier Zeit gewinnen."

Dass die Unternehmen durchaus unsicher sind, was die weitere wirtschaftliche Entwicklung betrifft, zeigt sich auch am erwarteten Investitionsverhalten. Im Industriebereich scheinen die Investitionstätigkeiten nach wie vor eingefroren zu sein, in anderen Bereichen zeichne sich schon wieder eine kleine Belebung ab.

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