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Ulm

16.10.2017

Konzert: Die jungen Bläser überzeugen

Die Junge Bläserphilharmonie Ulm begeisterte die Zuhörer.
Bild: Dagmar Hub

Die Musiker des Nachwuchsorchesters begeisterten die Zuhörer – es gab jedoch an diesem Abend auch ruhige Minuten.

Standing Ovations nach drei Stunden Musik: Das Jahreskonzert des Großen Orchesters und des Nachwuchsorchesters der Jungen Bläserphilharmonie Ulm fand beim Publikum im CCU begeisterte Aufnahme ob des hohen Niveaus, aber auch aufgrund der Spielfreude der jungen Musiker unter Leitung von Josef Christ. Besondere Aufmerksamkeit bekam der Auftritt des 32-jährigen französischen Posaunisten Fabrice Millischer, der als Erstpreisträger beim ARD-Musikwettbewerb, als Echo-Klassik-Gewinner und als mit dem französischen „Echo“ ausgezeichneter Musiker weltweit ein begehrter Solist ist. Millischer, der 2013 als Professor für Posaune in Freiburg lehrt, faszinierte mit seiner Interpretation von Bert Appermonts „Colors for Trombone“.

Zu Beginn des Jahreskonzerts erinnerte eine Gedenkminute an zwei für die JBU wichtige Persönlichkeiten, die 2017 verstarben: an Nobert Nohe, den ersten hauptamtlichen Koordinator des Ulmer Städtischen Schul- und Jugendmusikwerks (SJMW). Nohe war Dirigent der damals schon renommierten Ulmer Knabenmusik (UKM), der heutigen Jungen Bläserphilharmonie Ulm – und an die im August verstorbene Stifterin Helma Fink-Sautter.

Der Sprung von Felix Baumgartner wird musikalisch dargestellt

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Mit der Bildhaftigkeit von Programmmusik erfreute das Orchester das Publikum: Michael Browns „Sesame Street Celebration“ ließ Figuren der beliebten Kindersendung lebendig werden wie das Krümelmonster und Kermit, den Frosch. Otto Schwarz’ 2014 komponiertes Werk „Stratosphere“ ist inspiriert von Felix Baumgartners Stratosphären-Sprung: vom Verweilen in der Stratosphäre über die Turbulenzen des Falles bis zur Landung.

Klug gewählt war auch das Programm des Großen Orchesters: Mit Dmitri Shostakovichs „Festive Ouverture“, komponiert zum 37. Jahrestag der Oktoberrevolution, und mit außergewöhnlichen Werken wie Peter Grahams irisch dominiertem „Gaelforce“ konnten die jungen Musiker ihre Musikalität und Technik ebenso zeigen wie ihre Wandlungsfähigkeit. Alfred Reeds „Praise Jerusalem!“ geht auf das vermutlich älteste notierte Musikstück, christliche Liturgie aus Armenien, zurück. Schwungvoll ging es dann zu mit zwei Medleys – mit von Jerry Bock arrangierten Tänzen aus dem Musical „The Fiddler on the Roof“ und einer Kollektion von Phil Collins-Hits wie „A groovy kind of love“ und „Another day in paradise“.

Zur Freude des Publikums gab es zwischen den musikalischen Auftritten humorvoll rückblickende Erzählungen und einen Film über die Konzertreise der JBU nach Südafrika. Passend verabschiedeten die Musiker sich als Zugabe mit dem größten Erfolg der 2008 verstorbenen südafrikanischen Sängerin Miriam Makeba, mit „Pata Pata“.

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