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25.07.2010

Konzert mit Jubiläum und Abschied

Ob Big Band, Chor oder Rock'n'Roll-Gruppe der "Rockodiles": Die Musikgruppen des Nikolaus-Kopernikus-Gymnasiums zogen zum Abschied ihres Musiklehrers Jochen Schwarzmann alle Register. Foto: reba
Bild: reba

Weißenhorn Mit dem Konzert "NKG singt und swingt" feiert das Weißenhorner Nikolaus-Kopernikus-Gymnasium (NKG) das Stadtjubiläum der Fuggerstadt und verabschiedet nach zwölf Jahren den "Macher" der Sommerkonzerte und Lehrer, Jochen Schwarzmann.

Es war, wieder einmal, ein herrlich arrangiertes Konzert, bei dem die jugendlichen Schüler des Weißenhorner Gymnasiums wieder einmal mit vollem Einsatz und Überzeugung dabei waren.

Das kam auch bei den über tausend Gästen, die der Einladung in die derzeitige Festhalle der Weißenhorner Firma Peri gefolgt waren, überwältigend an. Ob die "Festmusik" von Richard Strauss, die "Champagner Arie" aus der Fledermaus, Chor und Musiker boten ein fantastisches Sommerkonzert.

Theaterstücke zur Stadtgeschichte

Konzert mit Jubiläum und Abschied

Die über 300 Akteure beließen es aber nicht bei musikalischen Darbietungen, immer wieder wurden durch die Theatergruppe Stücke zur 850-jährigen Stadtgeschichte gespielt. Da werden Rezepte ausgetauscht, die den Mammut schmackhafter machen, der Einsturz der Kirche wird lebhaft veranschaulicht und der damalige Bürgermeister hatte auch schon Probleme mit seinem "Oberpfälzer Querkopf Sepp", und auch damals schon ging es offensichtlich um Hebesätze und Kreisumlagen, die Parallele war sehr schnell zu erkennen.

Ein wahres "Gänsehaut-Erlebnis" war der Rammstein Hit "Engel", den der Oberstufenchor in einer gefühlvollen Art und Weise sang, die so wohl einzigartig ist. Aber auch Philip Redl, Solist an der Klarinette, der zur Geschichte der zerstreuten Brillenschlange, die sich mangels Brille selbst verspeist, Stück um Stück während des Spiels sein Instrument zerlegt und die Geschichte bildhaft macht, zeigte, dass er sein Instrument aus dem "FF" beherrscht. Da wechselt der Hornist schnell in den Chor, um zu singen, aus der Big Band wird kurzum die Band "Nitro" oder die Formation "Weißblech", um dann mit den Schulkameraden Songs wie "Summer in the City" oder Maffays "Nessaja" wiederzugeben.

Spielerisch und übergangslos marschierte das Konzert von der Steinzeit über die Fuggerhochzeit von 1538, zum Kircheneinsturz 1858 in die Zwanzigerjahre bis zum Heute. Ein Highlight war auch George Gershwins "Rhapsody in blue", bei dem Akira Sagawa am Klavier ein wundervolles Solo zeigte. "Jump, Jive and wail" - bei den Fünfzigern angekommen, legten dann alle los: die Big Band, der Chor und auch die Rock'n'Roll-Gruppe des NKG, die "Rockodiles", zeigten, was viele im Publikum damals live erlebt haben.

An der schönen blauen Roth

Unter dem Programmpunkt "An der schönen blauen Roth" überraschte der Chor, stimmgewaltiger denn je, mit den Stücken "Wooden heart - muss i denn zum Städtele hinaus", das, vierstimmig gesungen, ein Genuss war. "An der schönen blauen Roth", mit diesem Lied gab der Projektchor, der von ehemaligen Schülern des NKG unterstützt wird, einen fulminanten Abschluss, der nochmals die ganze Kraft, die die Jugendlichen des NKG in sich tragen, offenlegte. Mit diesem Konzert verabschiedete sich nach zwölf Jahren am Weißenhorner Gymnasium Studienrat und Fachbetreuer Jochen Schwarzmann, der sicherlich mit ausschlaggebend für die hohe Qualität der NKG-Konzerte war.

Jochen Schwarzmann wechselt in das Krumbacher Simpert-Kraemer- Gymnasium und wird dort die Stelle des stellvertretenden Schulleiters übernehmen. (reba)

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