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Kreiskliniken: Aus drei mach ... drei

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Kommentar Von Ronald Hinzpeter
10.07.2019

Kommt es durch die Reform wirklich so schlimm für den Landkreissüden?

Bei manchen Dingen kann man nicht vorsichtig genug sein, etwa beim heiklen Thema Krankenhäuser. Da wurde nun ein Reformvorschlag ersonnen und bereits vom Krankenhausausschuss abgesegnet, der sich zunächst noch „Zweihauslösung“ nennt. Würde dadurch ein Haus wegfallen, etwa das in Illertissen? Nein, würde es nicht. Das war Landrat Thorsten Freudenberger in der Debatte über den Reformvorschlag ganz besonders wichtig – weil er schon ahnte, dass ein solcher Begriff im Süden des Landkreises Ungemach heraufbeschwören würde.

Dort sind viele nicht so gut auf den Landrat zu sprechen, weil sie mutmaßen, mit dem jetzt gefundenen Kompromiss zum Erhalt der Kreiskliniken werde der Süden geschwächt. Tatsächlich sieht das Konzept vor, die Illertalklinik aus der Akutversorgung herauszunehmen und diesye allein Weißenhorn und Neu-Ulm zu überlassen (Zweihaus-Lösung), allerdings wird die Illertalklinik zum Gesundheitszentrum umgewandelt. Ist das tatsächlich eine Schwächung des Standortes? Nach allem, was die Kreisspitalstiftung vorschlägt, sieht es nicht danach aus. Wichtig für den südlichen Landkreis ist doch, eine vernünftige, möglichst umfangreiche medizinische zu bekommen. Das scheint der Reformvorschlag, der noch den Kreistag passieren muss, zu leisten. Die Vorschläge sollten keineswegs nur Lippenbekenntnisse bleiben.

Allerdings wirkt Stiftungsdirektor Marc Engelhard nicht wie ein Schaumschläger, sondern wie jemand, der tatsächlich nach guten Lösungen sucht. Und der Landrat, der sich nächstes Jahr zum ersten Mal der Wiederwahl stellt, hat auch ein veritables Interesse daran, dass der Süden bei der Versorgung nicht abgehängt wird. Nach der erhitzten Debatte um die Babystation würde ihm das persönlich angekreidet.

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Um auf den Begriff von der Zweihaus-Lösung zurückzukommen: Wie wäre es es mit „Zwei plus Eins“? Damit dürfte klargestellt sein, dass es unter dem Strich bei drei medizinischen Versorgungsstandorten bleibt. Das ist vor allem für den Süden wichtig.

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