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Landkreis Neu-Ulm/Landkreis Günzburg

19.05.2020

Kriminalpolizei ermittelt wegen Kinderpornografie

Die Polizei stellte Beweismaterial sicher – Mobiltelefone, Tablets, Computer und andere Datenträger.
Bild: Julian Leitenstorfer (Symbolbild)

Eine große Durchsuchungsaktion hat in den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg stattgefunden. Beamte haben dabei Datenträger sichergestellt.

Es geht um schwerwiegende Vorwürfe – um den Besitz und die Verbreitung von Kinder- oder Jugendpornografie: Die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm hat am Dienstagmorgen mit Unterstützungskräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei eine Durchsuchungsaktion durchgeführt. Sie erstreckte sich über die Dienstbereiche der Polizeiinspektionen Illertissen, Weißenhorn, Neu-Ulm, Günzburg und Burgau. Sieben Durchsuchungs- und Beschlagnahme-Beschlüsse wurden vollzogen.

Die Staatsanwaltschaft Memmingen führt gegen alle Beschuldigten Ermittlungsverfahren wegen des Besitzes und/oder der Verbreitung von Kinder- oder Jugendpornografie. Bei einem Teil der Beschuldigten handelte es sich der Polizei zufolge um Jugendliche. Acht Mobiltelefone, vier Tablets, drei Computer und andere Datenträger wurden beschlagnahmt. Falls sich kinder- oder jugendpornografisches Bildmaterial auf den beschlagnahmten Gegenständen befindet, erfolgt in der Regel die Einziehung der Geräte im Strafverfahren. In einem Teil der genannten Strafverfahren haben die Beschuldigten nicht aktiv nach entsprechendem Bildmaterial gesucht, sondern haben dieses über diverse Messenger-Chat-Gruppen verschiedener Onlinedienste erhalten.

Hausdurchsuchungen wegen Kinderpornografie

In diesem Zusammenhang möchte die Kriminalpolizei Neu-Ulm sensibilisieren, dass das Empfangen und das damit oftmals einhergehende automatisierte Herunterladen solchen Bildmaterials auf die Endgeräte bereits den Straftatbestand des Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie erfüllen kann.

Kriminalpolizei ermittelt wegen Kinderpornografie

Bei behördlichem Bekanntwerden solcher Fälle wird in der Regel ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Eine Wohnungsdurchsuchung sowie die Beschlagnahme von Mobiltelefonen, Computern und anderer Datenträger sind oftmals die Folge. Die Kripo Neu-Ulm rät daher, die Mitgliedschaft in großen Messenger-Gruppen mit persönlich nicht bekannten Mitgliedern zu vermeiden, aus solchen Gruppen auszutreten und die erhaltenen Mediendateien zu löschen. (az)

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