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Ulm

02.12.2020

Kritik an Drohnen-Video der Deutschen Bahn vom Ulmer Münster: Das sagt Dekan Gohl

Auch die Ulmer Stadtverwaltung setzt hin und wieder eine Drohne am Ulmer Münster ein. Sie soll der Abteilung Vermessung die Arbeit erleichtern.
Bild: Alexander Kaya (Archiv)

Plus Die Drohnen-Aufnahmen für ein Video zum Bahnprojekt Ulm-Stuttgart sind noch waghalsiger. Einem Leser stößt das sauer auf. Was sagt Münster-Dekan Gohl dazu?

Schon einmal haben Video-Aufnahmen mit einer Drohne vom Ulmer Münster für Furore gesorgt. Jetzt sind wieder welche aufgetaucht, in einem Werbefilm der Deutschen Bahn zum Großprojekt der Neubautrasse zwischen Ulm und Wendlingen. Die Bilder sind zum Teil noch waghalsiger, noch spektakulärer. Die Kamera fliegt nicht mehr nur unter den Strebebogen weg, sondern sogar hindurch. Einem Leser stößt das sauer. Er vermutet illegale Aufnahmen ohne Genehmigung. Doch ist dem so?

Wie die zuständige Luftfahrtbehörde des Regierungspräsidiums Stuttgart auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilt, sei der Flug über das Ulmer Münster durch eine entsprechende Ausnahme gegenüber der Produktionsfirma abgedeckt gewesen.

Ähnlich äußerte sich auch ein Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart-Ulm im Gespräch auf Anfrage: "Wir haben alle notwendige Genehmigungen eingeholt." Die Aufnahmen seien von einem Profi gemacht worden: Angelo Felchle, Vize-Weltmeister im Drohnenflug und Inhaber der auf Drohnenflüge spezialisierte Produktionsfirma Cinequads mit Sitz in Böblingen.

Das sagt Dekan Gohl zum Drohnen-Video vom Ulmer Münster

Münster-Dekan Ernst Wilhelm Gohl findet Drohnen-Aufnahmen vom Ulmer Münster - wie viele andere Menschen im Netz - zwar schön anzuschauen und es sei ja auch ein "attraktiver Ort". Vollends einverstanden ist er mit Drohnen-Flügen rund um und zum Teil sogar durch das Münster aber nicht - auch wenn sie von Profis gemacht worden seien. "Das ruft wieder laienhafte Nachahmer hervor. Ich habe einfach Bedenken wegen möglicher Beschädigungen."

Doch weder er noch die Kirchengemeinde oder die Münsterbauhütte müssen ihre Zustimmung für solche Aufnahmen geben. "Als Freund des Rechtsstaates habe ich das dann zu akzeptieren", sagt er.

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