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Pfaffenhofen

23.09.2016

Kunstpreis geht nach Österreich

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2 Bilder
Vor den Augen zahlreicher interessierter Zuschauer haben 17 Künstler im Martinushaus ein Wochenende lang gearbeitet. Ihre Werke sind nun ausgestellt.
Bild: Andreas Brücken

Andrea Gorseweski gewinnt mit ihrem Beitrag für „Markt und Kunst“ in Pfaffenhofen die Gunst der Jury. Warum die Veranstalter auf einen Ortswechsel setzen.

Zwei Tage lang haben 17 Maler und Bildhauer den Pfarrsaal im Martinushaus im Rahmen von „Künstler in Aktion“ in ein großes Atelier verwandelt: Ein beeindruckendes Erlebnis für alle Beteiligten, wie Alfons Endres, Mitorganisator und Vorsitzender des Gewerbeverbands, nun im Rahmen der Eröffnung der zugehörigen Ausstellung betonte.

Sollte doch das Kunstevent auch zum siebten Mal wieder auf dem Parkplatz vor dem Rathaus stattfinden. Zwangen die Verantwortlichen dazu, unter das Dach des Pfarrheims umzuziehen. Schon bald bemerkten Künstler, Veranstalter und Besucher, dass die vermeintliche Notlösung eine Alternative für die Zukunft sein kann. „Der Umzug hat sich gelohnt, dank der angenehmen Atmosphäre, dem tollen Ambiente und der guten Bewirtung durch die Mitglieder der Pfarrgemeinde, die das Künstlercafé betrieben haben“, lobte Endres. Der Saal sei für das nächste Jahr schon reserviert. Das sichere Dach über dem Kopf habe seine Vorzüge. Ansonsten sei es immer wieder eine Herausforderung gewesen, das durchweichte Atelierzelt nach einem verregneten Wochenende in einer Halle zu trocknen.

Auch der künstlerische Leiter der Veranstaltung „Markt und Kunst“, Norbert Riggenmann, begrüßte die Entscheidung. „Hier wird der Arbeit ein würdiger Raum geboten.“

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Riggenmann war Mitglied der Jury, die den besten Beitrag aus „Künstler in Aktion“ finden sollte. Eine Aufgabe, die wegen der hervoragenden Beiträge nicht einfach gewesen sei, wie . Riggenmann sagte. Er in Anbetracht der entstandenen Werke die durchaus provokante Frage, ob „Profikunst“ tatsächlich die bessere Kunst sei.

Während für Arbeiten von bekannten Malern bei Auktionen Millionenbeträge bezahlt würden und Kunst dadurch immer mehr zum Spekulationsobjekt werde, sieht Riggenmann ein Überangebot von „zugepinselten Leinwänden“. „Doch bleibt der Schlüssel zur Qualität letztlich die Kreativität des Schaffens“, sagte der Attenhofer Künstler. Dazu gehöre auch, ein offenes Ohr für Kritik zu haben und sich auf einen Austausch von Ideen in einer Gruppe einzulassen. Dieses Miteinander sei ein wichtiger Bestandteil von „Künstler in Aktion“.

Prämiert wurde schließlich die Künstlerin Andrea Gorsewski aus Österreich. Sie erhielt ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro, das von der VR-Bank gestiftet wurde. Die 44-Jährige hat eine Ausbildung für Bildende Kunst absolviert war 2014 mit dem Preis der Künstlergilde Ulm ausgezeichnet worden. Bei „Markt und Kunst“ konnte Gorsewski mit ihrer Arbeit „Form“ aus Speckstein überzeugen. Riggenmann beschrieb das Werk als konvexe Hülle, bei der sich Kreise und Ellipsen abwechselten und einen Dialog zwischen Endlichkeit und Unendlichkeit bildeten. „Die perfekte Form lädt zur Berührung ein, um zu ertasten, was das Auge nicht wahrnehmen kann.“

Annegret Polack-Papke aus Ulm erhielt für ihren Beitrag einen Sonderpreis, einen Einkaufsgutschein über 300 Euro. Die 1948 in Hannover geborne Künstlerin wurde für ihre Collage „Ohne Titel“ ausgezeichnet. Jurymitglied Riggenmann erklärte, dass gerade der rätselhafte Charakter den besonderen Reiz des Werkes ausmache.

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