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Ulm/Neu-Ulm

30.08.2020

Kurioser Fund in der Donau: Wer vermisst eine Wehrklappe?

Zwei mal drei Meter groß mit vier Meter langen Gewindestangen: Diese Wehrklappe zogen THW-Helfer am Freitag aus der Donau.
Bild: Andreas Brücken

Plus Helfer des THW bergen das riesige Metallteil aus der Donau – ganz unproblematisch läuft das nicht. Der mysteriöse Fund hätte gefährlich werden können.

In der Donau sind bisweilen seltsame Dinge zu finden: Einkaufswägen, Fahrräder oder Müll. Besonders ungewöhnlich und kurios war jedoch der Fund, den jüngst die Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) machten. Die Helfer staunten nicht schlecht, als sie eine Wehrklappe an der Ulmer Uferseite unterhalb der Konrad-Adenauer-Brücke fanden. Mit einer Wehrklappe kann der Wasserstand des aufgestauten Wassers hinter einem Wehr reguliert werden. Doch: Niemand scheint diese Vorrichtung zu vermissen.

Mitglieder des Ulmer Ruderclubs Donau, der am gegenüberliegenden Neu-Ulmer Donauufer seinen Sitz hat, hatten das THW auf die Gefahrenstelle in der Donau aufmerksam gemacht. Darauf nahmen die Helfer mit dem Boot eine erste Sichtung vor Ort vor. Etwa 20 Zentimeter unter der Wasseroberfläche lag das riesige Metallteil, das dringend beseitigt werden musste, wie der THW-Einsatzleiter Benjamin Dangel erklärte: „Freizeitkapitäne oder Stand-up-Paddler könnten auf das Hindernis auflaufen und Schaden nehmen.“

Ulm/Neu-Ulm: THW zieht Wehrklappe aus der Donau

Bei Hochwasser hätte die Wehrklappe zudem für eine verhängnisvolle Havarie sorgen können, wenn sie von der Strömung an Brückenpfeiler oder Schleusenanlagen geschwemmt worden wäre. „Die Klappe ist etwa zwei mal drei Meter groß und hat zwei Gewindestangen von rund vier Metern“, schilderte der Einsatzleiter. Als besonders mysteriös erwies sich der Fund, weil bisher niemand eine solche Wehrklappe vermisse, sagte Dangel weiter. Deshalb wissen man auch nicht, ob das Treibgut aus der Iller oder der Donau stamme, erklärte Dangel weiter.

Die Bergung hatte sich schon auf den ersten Blick der Helfer als problematisch erwiesen, weil die etwa zwei Tonnen schwere Wehrklappe nicht mit dem Boot abgeschleppt werden konnte. Deshalb forderten die Ulmer Helfer die Unterstützung der Neu-Ulmer Kollegen mit einem leistungsstarken Kran an. Zudem musste eine Schneise in die Uferböschung geschlagen werden, um das Fundstück aus dem Fluss ziehen zu können.

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