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Verkehr

12.06.2013

Lange Wunschliste für den Citybahnhof

Baustelle Bahnhof: Die aktuelle Baugrube auf dem Vorplatz ist allerdings nur Leitungsarbeiten für das geplante Einkaufszentrum Sedelhöfe gegenüber geschuldet.
Bild: Oliver Helmstädter

Der Diskussionsbedarf rund um Ulms größtes Infrastrukturprojekt hält an

Ulm Die Neugestaltung des Bahnhofsareals gilt als die wichtigste Aufgabe der Stadtentwicklung für die nächsten Jahrzehnte. Der runde Tisch über die Zukunft des Millionenprojekts geht nun in die nächste Runde. Eine Zwischenbilanz zu jenen Punkten, die den Teilnehmern an den öffentlichen Diskussionsrunden bislang besonders auf dem Herzen lagen:

Zeitliche Abfolge der Planung und des Wettbewerbes: Da der Vorplatz vor dem eigentlichen Bahnhof hergestellt wird, müssen sich Bahnhofsgebäude und Anschlüsse am Vorplatz orientieren.

Tiefgarage: Die Festlegung auf 800 Stellplätze und die damit einhergehende bauliche Größe schränken die Spielräume für Passage, Oberflächengestaltung und Wegeführung wesentlich ein. Die Tiefgarage in dieser Dimensionierung ist neu und war so nicht Bestandteil der Bürgerbeteiligung. Es wurde befürchtet, dass die Lage des Tiefgaragendeckels Baumpflanzungen an der Oberfläche verhindert.

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Hierzu haben die Vertreter der Stadt laut Protokoll erläutert, dass die Tiefgarage bereits Teil des Ideenwettbewerbs und der ersten Dialogphase war. In der Auslobung wurde eine Parkgarage mit 680 Stellplätzen gefordert.

Passage ist Bürgern nicht breit genug

Passage: Hier wurden die Einschränkungen bei der Passage durch die Tiefgarage beklagt sowie Lage und Ausgestaltung des Austritts in Richtung Innenstadt und die eingeschränkte Breite der Passage auf zwölf beziehungsweise sechzehn Meter (ohne Geschäfte). Es wurde geäußert, dass es hinsichtlich Breite und Situierung des Ausganges zur Innenstadt keine wesentlichen Veränderungen zur jetzigen Situation gebe und die differenzierten Vorstellungen aus dem Bürgerforum zur Breite und Situierung der Passage keine Berücksichtigung gefunden haben.

Haltestellen Lage und Länge der Trambahnhaltestellen: Es wird bedauert, dass die in der Bürgerwerkstatt formulierte Anregung, dass zwischen den Haltestellen und dem Bahnhofsgebäude kein Autoverkehr geführt wird, damit Fahrgäste so gefahrlos den Bahnhofsvorplatz erreichen können, technisch nicht möglich ist. Länge, Abgrenzung von der Friedrich-Ebert.-Straße und Erreichbarkeit der Haltestelle wurden stark kritisiert. Mehr Querungen über die Friedrich-Ebert-Straße werden angeregt.

Taxi Die Taxi-Innung wünscht einen zentralen Stellplatz für die Fahrzeuge an der Oberfläche, da die Bahnfahrer nur eine Kundengruppe für die Taxen darstellen.

Rad Einbindung des Radverkehrs auf dem Bahnhofsplatz auf möglichst eigenständigen Fahrstreifen in die Gesamtgestaltung. Klare Wettbewerbsvorgaben für die Fahrradführung.

Die Sprecher der in den runden Tisch eingebundenen Foren äußerten Unmut und Enttäuschung darüber, dass von der Stadt Ulm wesentliche Festlegungen getroffen wurden, ohne dass die Foren oder der runde Tisch informiert oder beteiligt wurden. Diese Festlegungen schränkten den Spielraum für die Gestaltung von Bahnhof und Vorplatz und die Einflussmöglichkeiten der Foren enorm ein. (heo)

Runder Tisch Die Ulmer Bauverwaltung lädt für Mittwoch, 12. Juni, um 19 Uhr zu einer Diskussionsrunde im Haus der Begegnung ein. Ziel dieses Gesprächs ist es auch, die Vorstellungen der Forumsteilnehmer zum weiteren Verlauf der Bürgerbeteiligung zu klären.

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