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Neu-Ulm

12.05.2014

Langer Wunschzettel im Wiley

Hier soll 2015 der Stadtteilplatz im Wiley Süd entstehen.

Nächstes Jahr soll das Viertel einen Stadtteilplatz erhalten. Wie dieser aussehen soll, ist noch unklar.

Ein Springbrunnen. Ein Schachbrett am Boden. Nette Sitzmöglichkeiten. Ein bisschen Grün. Aber nicht zu viel. Dazu noch Kunst und Kultur. Und ein Wochenmarkt. Nach gut einer Stunde hatte der Wunschzettel eine ganz ordentliche Länge. Doch genau dafür war die Veranstaltung im Hörsaal der Hochschule Neu-Ulm ja auch gedacht.

Die Bürger aus Wiley Süd waren von der Stadt eingeladen worden, um sich gemeinsam mit den Experten aus dem Rathaus erste Gedanken über die Gestaltung eines eigenen Stadtteilplatzes zu machen, der im Jahr 2015 zwischen den drei Gebäude der Nuwog und der Edisonallee entstehen soll.

Rund 3000 Quadratmeter Platz und 650000 Euro Budget stehen dafür zur Verfügung.

Zum ersten Mal in der Geschichte der seit jeher teils heiß diskutierten Neu-Ulmer Stadtteilplätze, ist die Verwaltung mit „einem weißen Blatt Papier“, so Stadtplaner Jörg Oberle, also ohne jegliche Vorplanung auf die Bürger zugegangen. „Wir wollen die Anwohner so früh wie möglich an dem Prozess beteiligen, damit wir zum einen wissen, wie sie sich den Platz wünschen würden. Zum anderen glauben wir, dass sie sich auch mehr mit einem Platz identifizieren und ihn annehmen, wenn sie selbst einen Teil dazu beigetragen haben“, erklärte Oberle und zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Informationsveranstaltung.

Auch wenn es zwischendurch wie eine Ausgabe von „Wünsch Dir was“ anmutete, hätten er und sein Kollege Raimund Heckmann zahlreiche Anregungen mitgenommen. So kristallisierte sich heraus, dass es den Wileyanern, die mit dem ausladenden Grünzug ja bereits ausreichend parkähnliche Flächen zur freie Verfügung haben, auf dem Stadtteilplatz darum geht, mehr Urbanität in ihr Viertel zu bekommen. Der Platz soll den Bürgern einen Treffpunkt bieten, auf dem ab und an Kulturelles angeboten oder ein Wochenmarkt abgehalten werden kann.

Auf dem im Frühling ein Maibaum, im Winter ein Christbaum steht. Zudem sollten die umliegenden Parkplätze mit Bäumen oder Büschen abgegrenzt werden.

Kontrovers diskutiert wurde über eine mögliche Bebauung, beispielsweise mit einem Pavillon, der einen oder mehrere geschlossene Räume bietet, um dort Veranstaltungen abzuhalten.

Dies war ein ausdrücklicher Wunsch einiger Mitglieder des Bürgervereins Wiley Süd, wurde jedoch nicht von allen Anwesenden befürwortet.

Ebenfalls fraglich ist die Installation eines Brunnens. Den fänden zwar die meisten schön und wünschenswert, doch Stadtplaner Oberle machte deutlich: „Ein attraktiver Brunnen würde mindestens die Hälfte des Budgets verschlingen. Dann wäre außen herum nur noch Geld für eine Wiese übrig.“

Die Anregungen der Bürger gehen nun mit in das Anforderungsprofil des Stadtteilplatzes ein, dessen Gestaltung im Juni in einem Wettbewerb ausgeschrieben wird. Die Bürger dürfen dann noch einmal ihre Meinung abgeben, wenn der Stadtrat endgültig über die Baumaßnahmen abstimmt. (bmi)

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