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12.06.2009

Lebensmittelkarten aus dem Ersten Weltkrieg

Ulm (AZ) - Eine nahezu vollständige Sammlung von Lebensmittelkarten aus den Jahren zwischen 1916 und 1921, die vom "Königliche Bayerischen Bezirksamt Neu-Ulm" ausgegeben wurden, überlässt Dr. Werner Bischofberger aus München dem Museum der Brotkultur in Ulm. Vor Jahren hatte Dr. Werner Bischofberger von einem Onkel drei dicke Ordner mit mehreren Hundert Lebensmittelkarten geschenkt bekommen. Als er dann die Zeit fand, sich mit den Marken zu beschäftigen, entdeckte er, dass sie zum Teil in der Buchdruckerei der Gebrüder Mareis in Weißenhorn hergestellt worden waren. Deshalb wandte er sich zunächst auch an Oskar Mareis, den heutigen Inhaber des Betriebes.

Der zeigte sich begeistert und schlug mit seinem Geschäftsführer Thomas Haas vor, die außergewöhnliche Sammlung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und sie dem Museum der Brotkultur zur Verfügung zu stellen.

Das Museum besitzt bereits eine umfangreiche Sammlung an Brot- und Lebensmittelmarken, die jedoch nicht aus der Ulmer Umgebung stammen. Dr. Andrea Fadani, Leiter des Museums, signalisierte deshalb sofort großes Interesse an der Übernahme der Sammlung, die sich unter anderem durch ihre Geschlossenheit auszeichnet.

Nun überreichte Dr. Werner Bischofberger die Lebensmittelkarten dem Museum. Hier werden sie als historisches Zeugnis für die Notzeit der Kriegs- und Nachkriegsjahre in die Sammlung aufgenommen. Damit Bischofberger auch in Zukunft in seinen Marken "blättern" kann, bündelte die Firma Mareis sämtliche Karten digital auf einer DVD.

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