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Neu-Ulm

04.08.2020

Liebesbetrüger ergaunert mehrere tausend Euro von Frau aus Neu-Ulm

Die Masche „Love Scamming“ beschäftigt die Polizei schon seit vielen Jahren. Die Ermittler warnen.
Bild: Wyszengrad (Symbol)

Übers Internet lernte eine Frau aus Neu-Ulm einen angeblichen Architekten kennen, der sich geschäftlich in China aufhalten solle. Jetzt ermittelt die Polizei.

Da hat sich eine Neu-Ulmerin offenbar in den Falschen verguckt: Über eine Internetplattform lernte die Frau einen vermeintlichen Architekten kennen, der in München wohnt, sich derzeit aber geschäftlich in China aufhalten solle.

Um wieder zurück nach Deutschland zu kommen, ließ die Neu-Ulmerin dem Unbekannten 3.400 Euro über einen Zahlungsdienstleister zukommen. Nach der Überweisung brach der Kontakt zum vermeintlichen Liebhaber ab.

Polizei in Neu-Ulm warnt vor der Masche „Love Scamming“

Die Frau erstatte am Montag Strafanzeige bei der Neu-Ulmer Polizei wegen Betrugs. Die Beamten warnen ausdrücklich vor dem als „Love Scamming“ bekannten Phänomen. Die Opfer trauten sich demnach aufgrund der intimen Details aus der Kommunikation oft nicht, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Die Masche mit dem Liebesbetrug beschäftige die Ermittler seit vielen Jahren. Zwar soll die Welle zwischenzeitlich etwas abebbt sein und wurde von neueren Phänomenen wie beispielsweise den „Falschen Polizeibeamten“ abgelöst. Mittlerweile erlebe die Geschichte der falschen Liebschaften aber wieder eine Art Comeback.

Liebesbetrüger haben in elf Fällen schon 100.000 Euro erbeutet

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West verzeichnete nach eigenen Angaben im Jahr 2019 zehn Ermittlungsverfahren, 2020 sind es bereits 16. In vielen Fällen sei dabei ein finanzieller Schaden bei den Betroffenen entstanden, 2019 hätten die Täter aus sieben Fällen über 50.000 Euro erbeutet, 2020 aus elf Fällen bereits über 100.000 Euro. (AZ)

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