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Ulm

20.05.2019

Liqui Moly wächst immer weiter

Ernst Prost ist Geschäftsführer des Ulmer Ölunternehmens Liqui Moly. Umsatz und Ertrag steigen 2018. Auch zum Jahresbeginn 2019 verzeichnet der Schmierstoffspezialist ein Plus.
Bild: Alexander Kaya

Chef Ernst Prost ist aber dennoch nicht ganz zufrieden. Das sind die Gründe.

Der Ulmer Öl- und Additivspezialist Liqui Moly wächst weiter. 2018 stieg der Umsatz laut Pressemitteilung auf den Rekordwert von 544 Millionen Euro – ein Plus von zwei Prozent gegenüber 2017. Im gleichen Maße wuchs der Ertrag auf 52,6 Millionen Euro. Das entspricht einer Umsatzrendite von 9,7 Prozent. „Mit Blick auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wir in einem schwierigen Jahr ein akzeptables Ergebnis erwirtschaftet“, resümiert Geschäftsführer Ernst Prost. Trotz anhaltender wirtschaftspolitischer Unwägbarkeiten rechnet das Unternehmen auch 2019 mit einem positiven Ergebnis.

Die Kostentreiber bei Liqui Moly

Vergangenes Jahr erwies sich der extrem volatile Preis für Rohöl als größter Kostentreiber. Denn die für Liqui Moly wichtigen Grundöle und Additivpakete folgten der Preisentwicklung am Rohölmarkt. Kostete ein Barrel Rohöl 2017 im Mittel rund 55 US-Dollar, lag der Preis ein Jahr später bei circa 70 US-Dollar. „Bei der Herstellung von Schmierstoffen bestimmen diese Rohstoffpreise in großem Umfang die Gesamtkosten“, erläutert Prost. Für solche Unwägbarkeiten seien die Ulmer bestens gerüstet. Bei einer Bilanzsumme von 175 Millionen Euro weist das Unternehmen eine Eigenkapitalquote von 83 Prozent auf. Außerdem bestehen keinerlei Bankverbindlichkeiten, so Prost.

Wichtig seien Investitionen, um die Zukunft des Unternehmens und damit beinahe 900 Arbeitsplätze zu sichern. Eine ganz große steht an: Rund 25 Millionen Euro sind als Investitionssumme für ein hochmodernen Zentrallagers im Hafen von Dillingen an der Saar veranschlagt. Sorgen bereitet Prost die Umstellung auf eine neue Software. Zum Jahreswechsel sei ein Programm zur unternehmensweiten Ressourcenplanung, ein so genanntes ERP-System, in Betrieb genommen. Der hoch komplexen Materie mit dem rund 4000 Artikel umfassenden Sortiment und den zig tausend Kunden in 150 Ländern sei es geschuldet, dass noch nicht alle Prozesse voll zuverlässig ablaufen. Trotzdem verzeichnete der Schmierstoffspezialist von Januar bis April ein Umsatzplus von vier Prozent. „Nicht auszudenken, welch grandiosen Start wir 2019 bei voller Lieferfähigkeit erwischt hätten“, so Prost. (az)

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