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02.10.2015

Magnet für Deppen und Besucher

Günter Grünwald als „Deppenmagnet“ im Roxy.
Bild: Brücken

Günter Grünwald im ausverkauften Roxy

Wer kennt sie nicht, die Spaßvögel, die jeden Partyabend durch derbe Späße und lustige Anekdoten bereichern. Günter Grünwald gehört wohl dazu. In seinem Liveprogramm „Deppenmagnet“ spricht der Kabarettist über sein Leid und Ärger mit seinen Mitmenschen – im Roxy vor ausverkauften Reihen.

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Der Ingolstädter offenbart, dass er auf jeden Deppen im Umkreis von 150 Metern eine magische Anziehungskraft ausüben würde. So sei sein Leben nicht immer einfach, denn er müsse oft im Supermarkt immer wieder mit ansehen, wie Senioren das Obst und Gemüse anfassen und drücken, bevor sie es dann nicht kaufen. „Ich kann es nicht ausstehen, wenn 500 alte Weiber ihre Gichtbratzen an den Tomaten hatten.“ Dass ihn diese Bemerkung auch schon Ärger mit Seniorenverbänden eingebracht hätte, wie Grünwald sagt, sei ihm egal. Ebenso habe er auch keine Angst vor Drohbriefen und Beschimpfungen der Mitglieder der Pegida-Bewegung, die an ihn in den letzten Monaten gerichtet wurden, während er sich über rechtsradikale Mitbürger lustig gemacht hatte.

Stattdessen schlägt er eine Lösung zur aktuellen Flüchtlingssituation vor: „Für jeden Asylbewerber der nach Bayern kommt, dürfen wir einen Sachsen nach Hause schicken“, so Grünwald. In seinem kabarettistischen Rundumschlag durfte auch ein Seitenhieb auf das Fernsehprogramm nicht fehlen. Grausam anzusehen seien Darsteller, die sich mit ihrer Orangenhaut im Stringtanga auf der Mattscheibe präsentieren würden. „Da weiß man nicht, ob die in einem Bett oder in einer Obstkiste schlafen“, so Grünwald.

Nach gut zwei Stunden Programm mit manchmal zotigen Geschichten entlässt Grünwald seine Besucher aus dem Bann des „Deppenmagneten“. Nicht ohne vorher klarzustellen, dass der Abend erst vorbei sei, wenn er sich verbeugt und von der Bühne geht: „Nicht, dass mir hier jemand zuvor schon den Saal verlässt.“ (anbr)

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