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02.06.2009

Maier: Es fehlt an partnerschaftlicher Zusammenarbeit

Vöhringen (ub) - Stadtrat Wilfried Maier (SPD) hat "die Vorgehensweise über die geplanten Wasserelemente in der Ulmer Straße" kritisiert. Dieses Thema war - wie berichtet - im Bauausschuss behandelt und durch Beschluss abgehakt worden. Maier hätte es aber lieber gesehen, wenn die Vorstellung dieser Elemente im Stadtrat "eine breitere Basis" gefunden hätte.

Bürgermeister Karl Janson reichte "den Schwarzen Peter" an Maiers Kollegen weiter. Denn die Mitglieder des Bauausschusses hatten an dem Modell Gefallen gefunden. Man war sich quer durch die Fraktionen einig: Eine nochmalige Vorstellung im Stadtrat erübrige sich. Aber Maier kritisierte heftig, "die Verwaltung ist an einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit nicht interessiert. Sie ist nicht Herr der Lage, Architekt und Künstler machen, was sie wollen". Auch dass der Künstler sein Modell zuerst der Regierung von Schwaben - sie ist zuständig für die Bereitstellung von Mitteln aus dem Topf der Städtebauförderung - vorgestellt hatte und dort habe absegnen lassen, missfiel Maier.

Im Gegensatz zu Maier hatte sein Fraktionskollege Werner Zanker überhaupt keine Probleme mit der Vorgehensweise. "Der Bauausschuss hat Entscheidungskompetenz." Wenn sich der Künstler direkt an die Regierung von Schwaben gewandt hat, dann habe er gleich gewusst, was ist künstlerisch machbar und was nicht. Denn man könne ja wohl kaum den Verlust von Fördermitteln riskieren, betonte Zanker. So also konnte er die Kritik Maiers nicht nachvollziehen. In der Fraktion sei ausführlich über das Thema gesprochen worden. Zanker zeigte sich über Maiers Attacken gegen die Verwaltung überrascht, "die ist außen vor". Außerdem sollten Beschlüsse aus Ausschüssen auch akzeptiert werden. Maier: "Ich akzeptiere den Beschluss, aber respektiere ihn nicht."

Ein wenig Schützenhilfe bekam Maier von FWG-Rat Peter Kelichhaus, dass manche Beratung auf breiter Ebene, also im Stadtrat, gar nicht schlecht wäre.

Bürgermeister Karl Janson betonte abschließend, sehr oft würden Themen aus den Ausschüssen in den Stadtrat verlegt, damit es eine breitere Basis gebe, und wies die Kritik zurück.

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