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Ulm

02.11.2016

Mann wird in Ulm auf offener Straße niedergestochen

In Ulm ist ein Mann niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Jetzt sucht die Polizei Zeugen.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Ein 31-Jähriger ist mit seinem Bruder auf dem Nachhauseweg in der Weststadt, als er von einem Unbekannten lebensgefährlich verletzt wird. Jetzt hofft die Polizei auf Zeugen.

In der Ulmer Weststadt ist ein Mann am frühen Dienstagmorgen niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Der Täter, der mit einer Gruppe anderer Männer unterwegs war, ist auf der Flucht. Die Polizei sucht jetzt Zeugen der Attacke.

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Wie Staatsanwaltschaft Ulm und Polizeipräsidium Ulm am Mittwoch mitteilten, war das 31-jährige Opfer mit seinem Bruder gegen 5 Uhr zu Fuß unterwegs. Sie waren auf dem Nachhauseweg. In der Kässbohrerstraße begegnete den Brüdern eine Gruppe Männer. Diese schrien lauthals umher.

Laut Polizei baten die Brüder die Männer, die Nachtruhe zu achten und leiser zu sein. So entspann sich ein Streit. Der steigerte sich in Handgreiflichkeiten, in deren Verlauf einer der Unbekannten ein Messer zog. Mit dem verletzte er den 31-Jährigen so schwer, dass er auf der Straße liegen blieb. Der Bruder überwältigte den Angreifer und nahm ihm das Messer ab. Dann rannten die Unbekannten in Richtung Söflinger Straße davon.

Mann wird in Ulm auf offener Straße niedergestochen

Die Polizei suchte sofort mit vielen Streifen nach dem Unbekannten

Der Notarzt und Sanitäter kümmerten sich sofort um den Verletzten. Mit einer Notoperation bannten sie die Lebensgefahr. Der Bruder erlitt leichtere Verletzungen, musste aber auch im Krankenhaus bleiben. Er beschrieb den Messerträger als einen 18 bis 25 Jahre jungen Mann, der knapp 1,80 Meter groß ist. Er ist schlank und hat einen leichten Bauchansatz. Der mutmaßliche Südosteuropäer hat schwarze, glatte Haare. Die sind seitlich auffallend kurz geschnitten, oben etwas länger. Der Mann trug ein blaues Jeanshemd. Er sprach deutsch. Seine Begleiter waren im selben Alter. Einer hat eine Glatze und einen Oberlippenbart. Die Polizei suchte sofort mit vielen Streifen nach den Flüchtigen. Bislang ergebnislos.

Wie Wolfgang Jürgens, Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm, sagte, gab es keinerlei Vorbeziehung zwischen den beiden Brüdern und der aggressiven Gruppe. Sie sind sich offensichtlich zufällig begegnet. Der lebensgefährlich verletzte 31-Jährige wohnt im Raum Schweinfurt (Unterfranken), sein 24 Jahre alter Bruder in Ulm. Das Opfer der Messerattacke war am Mittwoch noch nicht vernehmungsfähig.

Laut Wolfgang Jürgens gab es in jüngster Zeit keine vergleichbaren Vorfälle in der Weststadt. Das Ulmer Viertel galt einmal als sozialer Brennpunkt, das ist aber schon Jahre her. Von der Gruppe weiß die Polizei bislang nur das, was der Bruder des Schwerverletzten geschildert hat. Daher hoffen die Ermittler auf Hinweise von Zeugen. Die Polizei fragt: Wem ist am frühen Dienstag in der Ulmer Weststadt die laute Gruppe aufgefallen? Wer kennt die Männer? Wer kann Hinweise auf sie geben? Wer hat die Tat in der Kässbohrerstraße bebachtet? Das Messer wurde bislang nicht aufgefunden: Wer hat seit dem frühen Dienstag in der Kässbohrerstraße ein Messer gefunden? Wer kann sonst sachdienliche Angaben machen? Hinweise an die Ulmer Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0731/ 1880.

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