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Senden

12.10.2019

Maren Bachmann tritt selbstbewusst zur Bürgermeisterwahl an

SPD-Fraktionschef Georg Schneider (links) beglückwünscht Maren Bachmann. Rechts ihr Mann Bernd Bachmann, Vorsitzender des Ortsvereins.
Bild: Angela Häusler

Der SPD-Ortsverband nominiert die 47-Jährige einstimmig als Bürgermeisterkandidatin. Sie sagt: Die Stadt dürfe sich kein zweites Mal verwählen.

Mit Ideen für ein attraktives Senden will die frisch nominierte Bürgermeisterkandidatin der Sendener SPD, Maren Bachmann, jetzt loslegen. Unisono hat sie der SPD-Ortsverband am Donnerstagabend in Aufheim nominiert.

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„Das Wohlergehen der Menschen liegt mir am Herzen“ – so beschrieb sich Bachmann in ihrer Rede an die Versammlung. Sie zeichne sich durch Ausdauer, analytischen Verstand und Verantwortungsbewusstsein aus und kandidiere für das Amt, weil sie begeistert sei von Stadt, Land und Leuten „und, weil ich es kann“. Derzeit gebe es viele offene Fragen in der Stadtpolitik, die der jetzige Bürgermeister Raphael Bögge nicht oder nur oberflächlich angehe. Dazu zählte sie die Generationengerechtigkeit, flexible Betreuungsangebote und den kommunalen Umgang mit der Energiewende.

Sie fordert ein "moderates Bevölkerungswachstum" in Senden

Die Förderung von bezahlbarem Wohnraum für alle Altersgruppen, ein „moderates Bevölkerungswachstum von einem Prozent pro Jahr“ und Entwicklungsflächen, etwa auf dem Webereiareal, gehörten zu ihren Forderungen für Sendens Zukunft. Auch unterstrich sie die Bedeutung einer vorausschauenden Verkehrsplanung und einer „sensiblen Nachverdichtung“ der Stadt. Zudem müsse Senden den Fokus auf Elektromobilität und erneuerbare Energien richten und brauche einen Klimaschutzbeauftragten. Der akute Investitionsstau müsse abgetragen werden, ergänzte sie. Und es gelte, das bürgerschaftliche Engagement hochzuhalten und familienfreundlicher zu werden.

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Weiterentwickeln und ergänzen wolle sie ihr Zukunftskonzept nun mit den Sendenern: In einem Buch, bedruckt mit der Aufschrift „Attraktives Senden“, werde sie die Ideen sammeln. Sie wolle darin aufnehmen, „was den Bürgern wichtig ist, was sie plagt oder freut“, sagte Bachmann.

Dem "Spuk namens Raphael Bögge" will Bachmann ein Ende setzen

Einmal dürfe sich eine Stadt verwählen, ein zweites Mal bitte nicht, sagte sie in Bezug auf den amtierenden Bürgermeister, der mit seinem Amt offenbar überfordert sei. Er versuche unverhohlen, die Bürgerschaft und deren gewählte Vertreter im Stadtrat gegeneinander auszuspielen, das lasse tief blicken. „155 Tage noch, dann hat der Spuk namens Raphael Bögge hoffentlich ein Ende“, sagte Bachmann.

Ihr Ehemann und Ortsverbandsvorsitzender Bernd Bachmann betonte: „Mit ihr ist zu rechnen.“ Sie verfüge über genug Erfahrung in der Lokalpolitik und durch ihren Beruf als Betriebswirtin auch in den Bereichen Personal, Organisation und Verwaltung. Die Zusammenarbeit mit dem amtierenden Bürgermeister sei sehr schwierig, so dürfe es „im Sinne von Senden nicht weitergehen“, sagte der Vorsitzende. Die SPD habe nun jemanden vorgeschlagen, „den man gut kennt“ und mit dem „eine deutlich bessere Zusammenarbeit im Stadtrat und in der Verwaltung möglich ist“.

Maren Bachmann werde im Rathaus wieder strukturiertes Arbeiten ermöglichen, sagte Fraktionschef Georg Schneider, und so das „kommunalpolitische Durcheinander“ ordnen. „Endlich mal eine Kandidatin, bei der alles passt“, lobte Stadträtin Regina Rusch. Ex-Stadtrat Martin Mayer ist überzeugt: „Maren ist verdammt zäh, sie hat Durchhaltevermögen – das ist eine wichtige Voraussetzung“.

Zur Person: Das ist Maren Bachmann

  • Familie Die Kandidatin Maren Bachmann ist 47 Jahre alt, wurde in Dessau geboren und lebt seit 21 Jahren in Senden. Mit ihrem Mann Bernd hat sie zwei Söhne im Alter von zwölf und 15 Jahren.
  • Beruf Sie ist gelernte Industriekauffrau und diplomierte Betriebswirtin und arbeitet in einem Ulmer Pharmaunternehmen.
  • Politik Für die SPD engagiert sie sich als stellvertretende Fraktionsvorsitzende, Kassenwartin im Ortsverein und stellvertretende Kreischefin. 2018 kandidierte sie für den Schwäbischen Bezirkstag.

Mehr zur Bürgermeisterwahl 2020 in Senden lesen Sie hier:

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