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26.11.2008

Markanter Blickfang direkt an den Gleisen

Ulm In der Ulmer Innenstadt soll ein weiteres markantes Gebäude als Blickfang und "Solitär" gebaut werden. Die Ulmer Firma Scholz & Völk Wohnbau GmbH will ein drei- bis siebengeschossiges Büro- und Verwaltungsgebäude an der Ehinger Straße errichten, direkt an die Gleise und an die Neue Straße angrenzend. Die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans hat der Bauausschuss des Ulmer Gemeinderats einstimmig beschlossen.

Das Gebäude soll auf dem ehemaligen Betriebsgelände der Firma Daiber entstehen, das seit vielen Jahren brachliegt. Erarbeitet wurde das Vorhaben vom Architekturbüro Mühlich, Fink & Partner, mit dem Scholz & Völk bereits beim Bau der Akademie für Kommunikation an der Oberen Donaubastion zusammengearbeitet haben. Der Entwurf sieht ein fast 27 Meter hohes Gebäude vor, das seine Umgebung deutlich überragt und unter anderem mit einem "Luftgeschoss" aufwartet. Es soll 6500 Quadratmeter Bürofläche bieten. Die Ehinger Straße soll über eine großzügige Treppenanlage mit dem bestehenden, tiefer liegenden Fuß- und Radweg entlang der Neuen Straße verbunden werden.

Wie Stadtplaner Volker Jescheck erläuterte, war ursprünglich sogar ein Gebäude mit bis zu 45 Metern Höhe angedacht. Das war allerdings, bevor das SWU-Hochhaus nach einem Beschluss des Denkmalrates gekippt wurde. Letztlich nahmen die Bauherren von den Hochhausplänen Abstand. Und das war gut so, denn auch an dieser Stelle wäre der Blick auf das Münster verstellt worden, sagte Jescheck. Damit die Sicht auf die Innenstadt gewahrt bleibt, soll das neue Gebäude auch nicht als geschlossener Block gebaut werden, sondern mit einer Lücke in der Mitte.

Die Mehrzahl der Stadträte zeigte sich erfreut darüber, dass sich an dieser zentralen Stelle etwas tut, die bis jetzt eher den Charme eines Scherbenviertels habe. "Das Gebiet liegt seit 30 Jahren ungenützt da, und jetzt haben wir einen Investor, der bereit ist, etwas zu machen", sagte Herbert Dörfler (CDU). Das Gebäude werde das Areal aufwerten. "Die Stadt lebt von Solitären." Siegfried Keppler (CDU) fand: "An dieser Stelle ist es durchaus möglich, etwas mehr in die Höhe zu gehen." Birgit Schäfer-Oelmayer (Bündnis 90/Die Grünen) hätte sich für das Bauvorhaben einen kleinen Wettbewerb gewünscht. Das Gebäude auf dem vorgelegten Entwurf war ihr außerdem zu dunkel.

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