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Pfaffenhofen

08.02.2015

Markt macht Geld für Digitalfunk locker

Bitte kommen: 54 Digitalfunkgeräte will die Pfaffenhofer Wehr demnächst kaufen.
Bild: Alexander Kaya

Pfaffenhofer Wehr will veraltete Technik loswerden. Testphase der neuen Geräte beginnt Ende 2015

Rund 60 000 Euro wird der Markt in die Hand nehmen, um alle örtlichen Feuerwehren mit Digitalfunk auszustatten. Dies hat der Marktrat kürzlich beschlossen. Die Einführung des Digitalfunks für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, kurz BOS-Digitalfunk genannt, verzögert sich in Bayern zwar seit Jahren. Doch 2015 soll es endlich losgehen. „Der Probebetrieb wird Ende des Jahres beginnen“, kündigte der Pfaffenhofener Feuerwehrkommandant Mathias Stölzle an.

Darum steht das Thema in den Gemeinden des Landkreises derzeit auf der Tagesordnung, denn um Kosten zu sparen, sollen die neuen Funkgeräte in einer Einkaufsgemeinschaft gemeinsam beschafft werden.

Wie Stölzle den Markträten vortrug, benötigen die Feuerwehren des Marktes nach einer Bedarfsanalyse insgesamt 54 Handsprechfunkgeräte, acht Fahrzeugfunkgeräte und eine stationäre Anlage für den digitalen Behördenfunk. Bislang verfügten die Feuerwehren lediglich über 33 analoge Funkgeräte, berichtete Stölzle. Diese seien jetzt teilweise schon seit rund 30 Jahren im Einsatz. Konkrete Kosten konnten bisher noch nicht genannt werden. Laut einer Kalkulationshilfe wird beispielsweise ein Handsprechfunkgerät mit etwa 1100 Euro veranschlagt. Der Freistaat Bayern bezuschusst allerdings nur 34 dieser Handsprechfunkgeräte.

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Gemeinde muss 57000 Euro bezahlen

Rund 81000 Euro müssen für die Anschaffung veranschlagt werden, wovon der Markt abzüglich der Fördergelder etwa 57000 Euro bezahlen muss, also rund 70 Prozent.

Die Markträte zeigten sich mit dem Kauf der Funkgeräte grundsätzlich einverstanden. „Sehr sinnvoll“, fand diesen etwa Anton Rupp (CSU). Es gehe nicht um Luxusgüter, sondern um die Sicherheit, fand auch Hildegard Feurich-Kähn (SPD). Falls aufgrund mangelhafter Kommunikation etwas passiere, müsse der Markt mit weitaus höheren Kosten rechnen, sah auch Dominik Wansing (Grüne) voraus.

Das Gremium gab schließlich einstimmig grünes Licht für alle digitalen Funkgeräte, die auf dem Wunschzettel der Wehren gestanden hatten.

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