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Bau

17.07.2020

Mehr Hochwasserschutz im Stadtpark

Die Stadt Senden erweitert das Hochwasserrückhaltebecken südlich der Parkbühne. Bei der Vorstellung des Projekts kommen Fragen zu weiteren möglichen Altlasten im Boden auf

Dem sonntäglichen Spaziergänger fallen sie kaum auf, doch sie können im Notfall immens wichtig werden: Hochwasserrückhaltebecken. Im Sendener Stadtpark befindet sich eines dieser „Becken“ – das im trockenen Zustand wie eine normale, leicht abfallende Wiese aussieht. Es liegt südlich der Parkbühne an der Bahnstrecke Ulm–Kempten, ungefähr auf Höhe des GPS-Areals. Diese Mulde kann im Falle eines Regengusses, wenn etwa der Landgraben zusätzlich Hochwasser führt, bis zu 6000 Kubikmeter Wasser fassen. Nun soll das vorhandene Hochwasserrückhaltebecken im Stadtpark größer werden. Der Bedarf ist da.

Wie die Verwaltung mitteilt, haben extreme Starkregenereignisse im Stadtgebiet Senden an Häufigkeit und Intensität enorm zugenommen. Dies sei nicht vorübergehend, sondern eine Auswirkung des Klimawandels. Gerade in den Sommermonaten verursache Starkregen in Verbindung mit Gewittern ein rasches Ansteigen der Wasserläufe im Stadtgebiet. Wenn es zur Überschwemmung komme, seien Mensch und Natur beeinträchtigt, der Landgraben sei ein Gewässer mit relativ hohem Einzugsgebiet. Um diesen Schutz gewährleisten zu können, hat der Stadtrat einstimmig eine Konzeptionsplanung für den Binnenhochwasserschutz an den Gewässern im Stadtgebiet beschlossen.

Nun sind die Pläne zur Erweiterung fertig und wurden in der Sitzung des Bauausschusses vorgestellt. Das Hochwasserrückhaltebecken „Erweiterung Stadtpark“ liegt nördlich des bereits vorhandenen Beckens. Das bestehende Stauvolumen von 6000 Kubikmetern wird durch ein zusätzliches Becken mit einem Volumen von 4300 Kubikmetern erweitert. Dazu wird der westlich des Landgrabens laufende Rad- und Fußweg um rund 50 Zentimeter angehoben. Zudem wird die bestehende Wiesenfläche abgesenkt und südlich der Stadtparkbühne eine 35 Meter lange Staumauer mit einer Böschung errichtet. Das Becken habe zudem eine leichte Neigung, sodass übriges Wasser immer in den Landgraben zurückfließen könne.

Das Ganze wird rund 500000 Euro kosten, die größten Brocken davon entstehen durch Erd- und Betonarbeiten. Die Räte erkundigten sich nach der Höhe der Folgekosten, diese sind jedoch nach Angaben von Verwaltungsmitarbeiter Rainer Löhle gering. Es gebe im Stadtgebiet 35 Becken, die zwei Mal im Jahr gemäht werden. Wenn vorhanden, öle ein Mitarbeiter zudem die mechanischen Anlagen.

Für viel mehr Luftschnappen sorgte die Überlegung, ob durch die Abgrabung Reste von Altlasten im Boden herauskommen könnten. Die Erdreich-Sanierung im Stadtpark ist bekanntlich eines der kostenintensivsten Projekte der Stadt gewesen. Georg Schneider (SPD) sagte, bei dem Wort Altlasten bekomme er Schnappatmung. Und Josef Ölberger (CSU) erkundigte sich, ob durch die Arbeiten Material ausgespült werden könnte. In dieser Hinsicht beruhigte Löhle. „Das neue Becken liegt komplett im sanierten Bereich.“ Die Räte stimmten der Planung zu.

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