Newsticker
RKI-Chef Wieler: "Wird noch schwieriger, das Virus im Zaum zu halten"
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Mehr Platz für Schwangere

Johanneshaus

10.04.2014

Mehr Platz für Schwangere

Katholische Beratungsstelle in neuen Räumen. Heute werden sie offizielle eingeweiht

Die Katholische Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen in Neu-Ulm ist an ihrem Standort am Johannesplatz in neue Räume umgezogen, die heute um 14 Uhr offiziell eingeweiht werden. Leiterin Eleonore Wolf und ihre Kolleginnen Karin Gröner und Cornelia Hoffmann freuen sich besonders über den eigenen Gruppenraum, zum Beispiel für Elternkurse. „Jetzt können wir unser Programm erweitern und zum Beispiel offene Gruppen für junge Schwangere und junge Mütter anbieten“, sagt Wolf. Darüber hinaus gibt es neuerdings Vorträge und Kurse zusammen mit dem Amt für Ernährung und Landwirtschaft, darunter einen Pekip-Schnupperkurs, einen Abend mit Tipps für „Bewegungsspiele mit Alltagsmaterialien“ oder Kochkurse. Erstmals haben auch alle drei Beraterinnen eigene Zimmer. Sie können damit flexibler auf Beratungsanfragen reagieren. Ihre Unterstützung bei vielen Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Erziehung von kleinen Kindern ist gefragt. Die Zahl der Ratsuchenden stieg im Jahr 2013 auf 452, im Jahr davor waren es 429 gewesen. Die meisten von ihnen waren zwischen 30 und 34 Jahre alt, das Durchschnittsalter lag früher zwischen 25 und 29 Jahren. Deutlich erhöht hat sich die Zahl der Beratungen – auf 1302. Das macht deutlich, dass die Konfliktlagen und Probleme, mit denen sich Schwangere und Paare an die Beratungsstelle wenden, komplexer werden. Die Beratung reicht von Fragen zu sozialrechtlichen Ansprüchen bis hin zur Existenzsicherung. Häufig geht es auch um Partnerbeziehungen. Die Beraterinnen begleiten sehr viele Frauen weiter, die auch nach der Geburt des Kindes Unterstützung brauchen. Sie helfen bei der Suche nach Betreuung, bei Trennung der Eltern oder bei Unsicherheit im Umgang mit dem neuen Familienmitglied. Wenn es da ist, können junge Mütter Schwierigkeiten haben, den Alltag zu bewältigen. Darauf werde die Beratungsstelle künftig auch mit Kursen zur Haushaltsorganisation eingehen, kündigt die Leiterin an. Dabei komme eine Stärke der Katholischen Schwangerenberatung, nämlich deren Vernetzung mit anderen kirchlichen Stellen, zum Tragen. (az)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren