Newsticker

Fast ganz Österreich und große Teile Italiens sind nun Corona-Risikogebiete
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Mehr Platz für Urnengräber

Konzept

16.04.2015

Mehr Platz für Urnengräber

Vor Ort beschäftigte sich der Bauausschuss mit der Neugestaltung des Friedhofs. Einer der Auslöser: wachsender Bedarf an Urnengräbern.
Bild: Willi Baur

In Holzheim wird über Neugestaltung des Friedhofs diskutiert

Soll der Holzheimer Friedhof umgestaltet werden und wenn ja wie? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Bauausschuss des Gemeinderates bei einem Ortstermin. Grundlage war ein erster Entwurf der Landschaftsarchitektin Konstanze Stocker aus Ichenhausen-Oxenbronn, der bei dieser Gelegenheit lebhaft diskutiert und grundsätzlich befürwortet wurde.

Die Überlegungen ausgelöst hatte bekanntlich ein wachsender Bedarf an Urnengräbern, während die Nachfrage bei konventionellen Grabstätten Bürgermeisterin Ursula Brauchle zufolge dramatisch zurückgegangen ist: „In den vergangenen zehn Jahren sind gerade mal sechs neue Familiengräber angelegt, dafür zahlreiche ältere aufgelassen worden.“ Dagegen seien in dem bislang für Urnengräber vorgesehenen Bereich nur noch fünf Felder verfügbar.

Wohl könnten hier mit relativ geringem Aufwand noch einige zusätzliche Grabstellen geschaffen werden. „Das reicht aber nicht für eine längerfristige Lösung“, sagte Brauchle. Deshalb sollte aus ihrer Sicht mit einer Umgestaltung des Friedhofs nicht nur einer veränderten Bestattungskultur Rechnung getragen werden. „Wir sollten die noch vorhandenen Freiflächen so nutzen, dass wir auch längerfristig auf eine Erweiterung des Friedhofs verzichten können“, meinte die Bürgermeisterin. Ein weiterer Aspekt dabei sei der Pflegeaufwand für das Personal der Gemeinde.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Unter diesen Gesichtspunkten sei die Planerin mit einem ersten Entwurf beauftragt worden. Der sieht nun eine ziemlich umfassende strukturelle Neuordnung der Anlage vor. Unter anderem soll das Ehrenmal für die Gefallenen von der Westseite an den Ostrand des Friedhofs versetzt werden, zwischen Aussegnungshalle und Eingang also. Das ermöglicht eine Erweiterung des vorhandenen Urnengräberfeldes im südwestlichen Bereich sowie eine ansprechendere Gestaltung des Wirtschaftsbereichs an der Westseite.

Flächen für verschiedene Formen der Urnenbestattung sollen künftig im östlichen Bereich angeboten werden. Unter anderem weist der Plan hier ein Rasen-Rondell um einen Baum aus. „Denkbar wäre auch ein Blumenbeet mit Stelen“, so Konstanze Stocker.

Überlegt wird in diesem Zusammenhang auch, den Platz vor der Aussegnungshalle mit einem Pflaster anstelle des zum Teil ramponierten Asphaltbelags ansprechender zu gestalten. „Grundsätzlich könnte die Neugestaltung durchaus in zwei Abschnitten erfolgen“, erklärte die Planerin. Die voraussichtlichen Kosten waren am Dienstag noch kein Thema. Denn: „Heute ging es nur um eine erste Information“, betonte Bürgermeisterin Brauchle, jetzt sollten alle Mitglieder ihre Eindrücke in Ruhe „sacken lassen“. Demnächst werde sich der Gemeinderat dann mit dem Projekt beschäftigen. (pth)

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren