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Mehr Straßen verdrängen das Problem nur

Kommentar Von Carolin Lindner
11.11.2018

Ist eine Osttangente für Senden wirklich eine Lösung?

Ein Auto reiht sich an das andere, stockend geht es vorwärts, immer wieder leuchten Bremslichter auf: Vor allem im morgendlichen Berufsverkehr oder abends kennen viele dieses Bild aus eigener Erfahrung. Denn die meisten Berufstätigen fahren mit dem Auto zur Arbeit, die meisten Leute nehmen nicht den Bus, um ins Einkaufszentrum zu kommen, und auch für einen Ausflug oder Kurzurlaub ist das Auto vielen immer noch am liebsten. Lebensmittel und andere Waren werden öfter mit dem Lastwagen durch das Land gefahren.

All das wird immer mehr zum Problem. Denn mit der steigenden Verkehrsbelastung in Städten steigt auch die Belastung der Umwelt – und der Unmut der Fahrer und Anwohner. Fast jeder nutzt regelmäßig das Auto – will aber keinen Verkehr vor der eigenen Haustür. Viele fahren, um neue Kleidung zu kaufen – und beschweren sich über volle Parkplätze und Staus an den Einkaufscentern. Wie soll dieses Problem gelöst werden?

Die Osttangente ist ein gangbarer Weg

Senden führt nun in der Hauptstraße Tempo 20 ein. Dadurch soll mehr Ruhe einkehren, etwa für Passanten, die in der Innenstadt einen Kaffee trinken möchten. Und dadurch hofft man, dass Autofahrer die Innenstadt umfahren. Dazu soll auch die Osttangente beitragen. Das sind beides gangbare Wege, doch sie werden das Problem nicht lösen, sondern nur vor die Stadtgrenzen verdrängen.

Attraktivere Fahrrad- und Busverbindungen sind nötig

Wichtiger ist, das Angebot an Fahrradwegen und Busverbindungen so attraktiv zu gestalten, dass die Menschen umdenken und den öffentlichen Nahverkehr oder das Rad nutzen wollen. Im Moment bietet Senden diese Alternativen nicht, doch die Stadt möchte das ändern. Es ist ein langer Weg, der sicher einiges an Geduld fordert. Doch er wird sich lohnen. Denn immer neue Straßen zu bauen, kann auf Dauer keine Lösung sein. Weder für die Menschen noch für die Umwelt.

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12.11.2018

Selten so einen überflüssigen und nichtssagenden Kommentar gelesen. Hauptsache, ein paar Zeilen sind gefüllt.

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