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04.01.2019

Milder Winter auf dem Arbeitsmarkt

Im Landkreis Neu-Ulm steigt die Arbeitslosenquote nur gering. Unternehmen haben mit einem Problem zu kämpfen.

Landkreis Neu-Ulm/Ulm Der milde Winter wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt in der Region aus: Im Landkreis Neu-Ulm stieg die Quote im Dezember nur geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 2,1 Prozent. 2069 Menschen waren insgesamt ohne Beruf. „Aufgrund der milden Witterung verzeichnen wir bisher nur geringfügige Zugänge bei den Außenberufen“, berichtet Richard Paul, Leiter der Agentur für Arbeit Donauwörth, die auch für den Landkreis Neu-Ulm zuständig ist.

Bei den älteren Arbeitnehmern ab 50 Jahren betrug die Quote im Dezember 2,6 Prozent. Das entspricht 860 Personen. 615 ausländische Arbeitslose und 205 Menschen mit Behinderung suchten in diesem Monat eine Beschäftigung. Der regionale Arbeitsmarkt wies weiterhin eine hohe Dynamik auf: Insgesamt haben sich 919 Menschen neu arbeitslos gemeldet, 824 konnten ihre Arbeitslosigkeit dagegen beenden.

Äußerst erfreulich sind der aktuellen Statistik zufolge die neuesten Zahlen zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten vom Juni 2018: Hier ergab sich im Landkreis Neu-Ulm ein Plus von 3,4 Prozent innerhalb eines Jahres. Einen großen Anteil an dieser Steigerung haben Zuwanderer, aber auch ältere Arbeitnehmer ab 55 Jahren sowie Teilzeitkräfte.

Die gute konjunkturelle Lage hat aber für die Unternehmen einen Nachteil: Sie haben es immer schwerer, Fachkräfte zu finden. „Wir haben zwar über 1700 offene Stellen gemeldet, doch stimmen die aktuellen Qualifikationen der Arbeitssuchenden oftmals nicht mit dem Anforderungsniveau der Betriebe überein“, so Paul. Bei über 80 Prozent der offenen Stellen lagen die Anforderungen auf Fachkräfteniveau oder höher. Gemeldet wurden vor allem Stellen in der Lagerwirtschaft, im Verkauf oder als Berufskraftfahrer. Das neue Qualifizierungschancengesetz verbessert laut Paul aber unter anderem die Weiterbildungsförderung für diejenigen, deren berufliche Tätigkeit aufgrund von Digitalisierung und Strukturwandel bedroht sei. Auch Arbeitslose könnten sich flexibler beruflich weiterbilden als zuvor.

Weiterhin auf Rekordkurs war der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Ulm im Dezember: Hier stieg die Arbeitslosenquote nur leicht auf 2,3 Prozent an. „Seit 1984 gab es im Agenturbezirk keinen Dezember mit weniger arbeitslosen Menschen als in 2018“, freut sich Mathias Auch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur Ulm. Unter den 19 Agenturbezirken in Baden-Württemberg sei das weiterhin der niedrigste Wert.

Im Stadtgebiet Ulm waren im Dezember 2231 Menschen ohne Job. Das sind im Vergleich zum November elf Frauen und Männer weniger. „Den dritten Monat in Folge liegt die Arbeitslosenquote in Ulm stabil bei 3,2 Prozent, die Stadt behauptet damit ihren Spitzenplatz unter den kreisfreien Städten im Land“, so Agenturleiter Auch. (az)

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