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Neu-Ulm

08.05.2015

Millionen-Debakel: Kritik an Stadtwerken

Symbolbild
Bild: Alexander Kaya

Jetzt wurden auch den Neu-Ulmer Stadträten die Millionenverluste der Stadtwerke präsentiert. Es folgte deutliche Kritik

Das Millionen-Debakel der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) war jüngst Thema im Neu-Ulmer Stadtrat – und traf auch dort nur auf wenig Verständnis.

Die Mitglieder des Finanzausschusses quittierten den von SWU-Finanzchef Manfred Staib vorgelegten Jahresbericht des Unternehmens, der einen Verlust von über 30 Millionen Euro ausweist, mit deutlicher Kritik an früheren Entscheidungen der Firmenführung. Diese habe „die Dynamik der erneuerbaren Energien unterschätzt“, sagte Grünen-Stadtrat Rainer Juchheim, „und es scheint, als tut es die SWU weiterhin.“

Karl-Martin Wöhner (SPD) ärgerte sich darüber, dass die Stadtwerke vor eineinhalb Jahren noch eine schwarze Null verkündet hätten, obwohl schon damals klar gewesen sei, dass hohe Verluste auf das Unternehmen zu kommen würden. Er befürchtete, ebenso wie seine Parteikollegin Antje Esser, dass noch weitere Hiobsbotschaften zu erwarten sind. Sie höre wohl, dass im aktuellen Jahresbericht alle Sonderabschreibungen enthalten seien. „Allein mir fehlt der Glaube“, sagte Esser.

Trotz des „unerfreulichen Ergebnisses“ setzte Johannes Stingl (CSU) auf das „Prinzip Hoffnung“ und appellierte an die Firmenspitze, alles daran zu setzen, die Stadtwerke wieder auf den richtigen Kurs zu bringen. Alfred Schömig (FDP) forderte von Finanzchef Staib einen Ausblick auf die kommenden Jahre und erhielt diesen auch – hinter verschlossenen Türen. (bmi)

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