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Wissenschaft

24.10.2012

Millionen für das Bildungshaus

Bundesministerium unterstützt Ulmer Forschungsprojekt

Ulm Ein leichterer Übergang vom Kindergarten in die Grundschule: Das Projekt „Bildungshaus 3 – 10“ soll neue Wege der Zusammenarbeit zwischen beiden Einrichtungen entwickeln. Für das damit verbundene Forschungsprojekt gibt es jetzt 3,35 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Damit kann das Ulmer Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) in den kommenden drei Jahren das Modellprojekt wissenschaftlich begleiten.

Schon seit 2008 läuft das Forschungsprojekt

„So kann das Forschungsprojekt weiter geführt werden, das wir bereits seit 2008 durchführen“, freut sich Dr. Katrin Hille vom ZNL.

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Um was geht es beim „Bildungshaus 3 – 10“? In diesem Modellprojekt des Landes Baden-Württemberg entwickeln Kindergärten und Grundschulen Wege der Zusammenarbeit, um ihre pädagogische Arbeit miteinander zu verzahnen. So entstehen neue Formen der Kooperation, bei denen nicht nur der fachliche Austausch zwischen Erzieherinnen und Lehrerinnen intensiviert wird, sondern in denen auch die Kinder aus Schule und Kindergarten zusammenkommen und im Miteinander lernen.

Ein wichtiges Ziel: Kindern den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu erleichtern.

Über ganz Baden-Württemberg verteilt nehmen 32 Modellstandorte an der wissenschaftlichen Begleitstudie des ZNL teil. Dazu kommen 25 Vergleichsstandorte, die ebenfalls von den Wissenschaftlern des ZNL untersucht werden. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Dokumentation ein, denn erst Auswertung und wissenschaftliche Interpretation der umfassenden Daten schaffen auch nach 2015, wenn die Studie abgeschlossen sein wird, die Grundlage für die erfolgreiche Weiterentwicklung interinstitutioneller Kooperationen.

Ein Werkzeugkoffer für Kooperationen

„Wir haben eine Längsschnittstudie konzipiert“, erläutert Dr. Petra Arndt, die zusammen mit Privatdozentin Dr. Kerstin Kipp die Projektleitung von Katrin Hille übernommen hat. Arndt erklärt, dass sie im Rahmen der Studie die gesamte Bildungsbiografie der Kinder im Verlauf ihrer Kindergarten- und Grundschulzeit beobachten.

Das seien in aller Regel sieben Jahre. „Wie entwickeln sich die Kinder im Bildungshaus? Wie entwickelt sich die Qualität der Einrichtungen? Wie erleben die pädagogischen Fachkräfte die Auswirkungen des jeweiligen Modellprojekts? Das sind nur einige zentrale Fragen, denen wir uns widmen“, so Arndt weiter.

„Wir betonen in Gesprächen immer wieder, dass wir nicht die Schule in den Kindergarten bringen möchten“, ergänzt Kerstin Kipp. „Uns geht es eher um die Bereitstellung eines ,Werkzeugkoffers’ für die praktische Umsetzung von Kooperationen. Die Bildungshäuser sind sehr, sehr unterschiedlich – hier gibt es keine Patentrezepte, die wir überstülpen können und wollen. Zwar geben wir Ziele vor, doch die Wege dahin können frei gestaltet werden.“ (az)

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