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Neu-Ulm

15.10.2016

Millionenprojekt: Neu-Ulmer Friedenskirche feiert Neubau

Die Pastoren der Friedenskirche im Wiley, Thomas und Ruth Greiner, machen vor dem Neubau Werbung fürs Café.
Bild: Gerrit-R. Ranft

Größere Räume, mehr Angebote: Baptisten stellen neues Gebäude im Wiley vor.

Die evangelisch-freikirchliche Gemeinde (Baptisten) Ulm/Neu-Ulm eröffnet am Sonntag ihren zweieinhalb Millionen Euro teuren Erweiterungsbau an ihrer Friedenskirche in Wiley-Mitte mit einem Gemeindefest. Der Neubau, der mehrere Gruppenräume und ein weitläufiges Foyer umfasst, vervollständigt nun das Gemeindezentrum.

„Wir haben lange auf dieses unmittelbar an die Friedenskirche angeschlossene Bauwerk gewartet“, sagt Finanzdiakon Roland Schütter. Das Gebäude selbst, das rund 200 Gottesdienstbesuchern Platz bietet, zusätzlich im Untergeschoss einige Arbeits- und Gruppenräume aufweist, platze schon seit Jahren aus allen Nähten. Grund sei die wachsende Gemeinde, die momentan 425 Mitglieder und Freunde zähle, dazu 187 Jugendliche. War der Neubau ursprünglich erst für 2020 vorgesehen, sei nun alles viel schneller gegangen, sagt Pastor Thomas Greiner, „weil es eben nicht mehr anders zu machen war“.

Nach dem Spatenstich im Februar 2015 sind in 20 Monaten Bauzeit die vorhandenen rund 850 Quadratmeter Nutzfläche um 450 auf nun knapp 1300 erweitert worden. Das Erdgeschoss des quer vor den Eingang zur Friedenskirche gestellten Neubaus besteht vor allem aus einem sehr geräumigen Foyer. Es bietet den Durchgang zum Kirchensaal und kann zu Veranstaltungen in kleinere Einheiten unterteilt werden. Im Obergeschoss sind vier Gruppenräume vorhanden, dazu ein Büro und eine Cafeteria. Ein kleiner, oval geformter Raum – das Ohr genannt – ist dem stillen Gebet vorbehalten, auch Gesprächen im kleinen Kreis. Im Untergeschoss des eigentlichen Kirchengebäudes ist mit dem Neubau ein großer Raum frei geworden, der künftig als geschützter Winterspielplatz genutzt wird.

Die Baukosten um 2,5 Millionen Euro trägt die Kirchengemeinde allein. „Wir beziehen keine Kirchensteuer“, sagt Thomas Greiner, der mit seiner Frau Ruth die Pastorenstelle besetzt, „wir sind auf Spenden angewiesen“. Jedes Gemeindemitglied bestimmt selbst, welchen Betrag es seiner Kirche zukommen lässt. Das scheint ganz gut zu funktionieren. Die Bausumme wird zur Hälfte über Kredite finanziert. „Allein eine halbe Million Euro haben 30 Mitglieder als zinsloses Darlehen zur Verfügung gestellt“, sagt Pastor Greiner. „Wir haben eine sehr aktive Gemeinde“, ergänzt seine Frau. Das zeige sich immer in den zwei bis drei wöchentlichen Gottesdiensten. Anders als in evangelischen und katholischen Kirchengemeinden, in die der junge Mensch sozusagen hineingeboren wird, entscheide der Baptist ab dem vierzehnten Lebensjahr selbst über seinen Beitritt. Dann werde erst getauft. Beide Pastoren werfen schon einen Blick in die Zukunft. Sie rechnen mit Wachstum ihrer Kirchengemeinde und stellen sich auf 800 Mitglieder ein, für die in einem weiteren Bauabschnitt in etwa zehn Jahren Raum geschaffen werden müsste.

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