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Ulm

17.04.2015

Mit neuen Namen ins „Chaos“

Schmökern im neuen Spielzeitheft: (von links) Operndirektor Matthias Kaiser, Verwaltungsdirektorin Angela Weißhardt und Intendant Andreas von Studnitz. Das Programm gibt es kostenlos im Theater.
Bild: Alexander Kaya

Zur kommenden Spielzeit verlassen mehrere Ensemble-Mitglieder das Theater Ulm – darunter einige Publikumslieblinge. Auch auf dem Kapellmeister-Posten steht ein Wechsel an.

Im Musiktheater verlässt mit Oxana Arkaeva ein echter Publikumsliebling das Ensemble. Die Sopranistin wird in „Peter Grimes“ ihre letzte große Rolle singen. Arkaeva kam 2009 nach Ulm. Schon seit September vergangenen Jahres absolviert die gebürtige Ukrainerin ein Studium zum „Executive Master in Arts Administration“ an der Universität Zürich. Auch Tenor Alexander Schröder geht. Für beide wird es keinen festen Nachfolger geben, stattdessen mehrere Gäste, etwa bei Wagners „Lohengrin“ und Puccinis „Turandot“. Der Opernchef erklärt warum: „Wir wollen in den entscheidenden Ligen mitspielen“, sagt Kaiser. „Aber diese Sänger kommen zu Ulmer Gagen nicht ins Festengagement.“ Gäste 2014/15 sind Sabina Martin, Susanne Schimmack (beide Sopran), Eric Laporte (Tenor) und Dominik Nekel (Bass).

Etwas überraschend kommt für viele der Abschied des ersten Kapellmeisters Daniel Montané, der nach nur zwei Jahren Ulm wieder verlässt. Sein Vorgänger Nils Schweckendieck hatte es nur vier Jahre in der Münsterstadt gehalten. Die hohe Fluktuation missfällt Intendant von Studnitz, der für die Zukunft zuversichtlicher ist: Neue Nummer zwei hinter Generalmusikdirektor Timo Handschuh wird der 1982 geborene Südkoreaner Joongbae Jee, derzeit erster Kapellmeister in Trier. Insgesamt gab es 197 Bewerber auf die Stelle.

Im Schauspielensemble gehen zwei Frauen: Sibylle Schleicher, die bereits seit 2001 in Ulm engagiert ist, und Renate Steinle. Neu ins Team kommt Julia Baukus, die in der laufenden Spielzeit schon als Gast einen positiven Eindruck hinterlassen hat: als Blechmann in „Der Zauberer von Oz“. Hinter der Bühne gibt es ebenfalls mehrere Wechsel: In der Theaterpädagogik etwa folgt auf Barbara Frazier der Ungar Péter Jónás. Vor einem größeren Einschnitt steht die Ballett-Compagnie von Roberto Scafati: Juliane Nawo, Fabienne Schärer, Rustam Savrasov und Yuhao Guo gehen – letzterer wird laut Intendant von Studnitz seine Tanzkarriere beenden und in Ulm eine Ausbildung zum Physiotherapeuten beginnen.

Für die neue Spielzeit legt das Theater ein neues Abo-Format auf. Das „Einsteiger-Abonnement“ ist laut Verwaltungschefin Weißhardt „mächtig attraktiv“: Es bietet je zwei Vorstellungen im Musiktheater (Großes Haus) und im Podium sowie je ein Schauspiel im Großen Haus und ein Philharmonisches Konzert. „Eine tolle Schnuppergeschichte“, findet Weißhardt und hofft auf einen ähnlichen großen Absatz wie beim Kinderabo. Dieses wird wegen großer Nachfrage in der neuen Spielzeit in drei Terminserien gesplittet.

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