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Mobilitätsprognose: Unrealistisch? Ein guter Anfang!

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Kommentar Von Sebastian Mayr
23.10.2019

Unrealistisch? Erschreckend? Verrückt? Das sind mögliche Urteile über das Gutachten zur Mobilität der Zukunft. Doch auch ein anderer Schluss lässt sich ziehen.

Unrealistisch? Erschreckend? Verrückt? Das sind Urteile, zu denen einer kommen kann, der die Ergebnisse des Gutachtens zur Mobilität der Zukunft in und um Ulm betrachtet. Doch aus der Untersuchung lässt sich auch ein anderer Schluss ziehen.

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Unrealistisch scheinen die Szenarien der Fachleute, weil sie für den Verkehr im Jahr 2030 Grundlagen einbeziehen, die in weiter Ferne liegen. Zum Beispiel die Regio-S-Bahn, bei der ein Baubeginn noch nicht wirklich in Sicht ist. Erschreckend mögen die Szenarien sein, weil sie zeigen, wie wenig Einfluss selbst eine wohlhabende und relativ große Stadt wie Ulm auf Verkehr und CO2-Ausstoß hat. Verrückt können die Ergebnisse wirken, weil etwa fahrerlose Robo-Taxis auf dem Land Stand jetzt kaum vorstellbar sind.

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Wie die Mobilität in und Ulm im Jahr 2030 aussehen könnte

Aber das Gutachten will kein genauer Maßnahmenkatalog sein und es ist auch keine exakte Prognose für das Jahr 2030. Dafür hätten viele weitere Zahlen und Daten einbezogen werden müssen. Manche Punkte mögen unrealistisch sein. Doch nur, wenn sie im Gutachten berücksichtigt werden, lassen sich unterschiedliche Szenarien beschreiben. Die Ergebnisse der Untersuchung mögen erschreckend sein. Doch die Erkenntnis, dass eine Stadt oder eine Region allein nicht alles erreichen kann, sollte niemanden überraschen. Und für verrückt hat man früher schon andere Ideen gehalten. Wer weiß schon, was wann möglich sein wird.

Das Gutachten sollte zu einem anderen Schluss führen. Egal, was unrealistisch, erschreckend oder verrückt ist: Die Untersuchung ist eine gute Grundlage für Entscheidungen, die getroffen werden müssen – ob sie nun als Teil eines großen gemeinsamen Konzepts bezeichnet werden oder nicht. Die Stadt Ulm und der Alb-Donau-Kreis haben das erkannt. Für die Entscheidungen müssen sie den Kreis Neu-Ulm ins Boot holen.

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