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Geburtstag

17.03.2016

Möbelhaus-Chef mit Herz

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Der Jubilar überreicht eine Spende von 40000 Euro an die Kartei der Not. NUZ-Redaktionsleiter Bernhard Junginger bedankt sich herzlich im Namen des Leserhilfswerks unserer Zeitung. Rechts: das Möbelhaus, das Inhofer aus kleinen Anfängen aufbaute.

August Inhofer schrieb in Senden Wirtschaftsgeschichte – morgen wird er 80. Aus diesem Anlass spendet er 80000 Euro an notleidende Menschen aus der Region

August Inhofer, Seniorchef und Gründer von Möbel Inhofer und Wohnbau Inhofer feiert am morgigen Freitag seinen 80. Geburtstag. Dies nahm der Unternehmer zum Anlass, 80000 Euro für wohltätige Zwecke in der Region zu spenden. 40000 Euro erhielt die Ulmer „Aktion 100000“ und 40000 die Kartei der Not, das Leserhilfswerk unserer Zeitung. „So hilft das Geld unseres regional fest verwurzelten Unternehmens hilfsbedürftigen Menschen in der Region“, sagte August Inhofer bei der Übergabe der großen Schecks, die in kleinem Rahmen stattfand.

August Inhofer übernahm als 21-jähriger Geselle – den Meister machte er später – die Schreinerei in seinem Geburtsort Wullenstetten bei Senden und baute den Betrieb zu einem der bedeutendsten Einrichtungshäuser in Familienbesitz in Deutschland und zur größten Wohnwelt Europas mit rund 1200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus. August Inhofer heiratete 1958 seine Ehefrau Rita Maria. Sie half ebenso im Unternehmen wie sein Bruder Karl Inhofer, der ab dem Jahr 1962 mitarbeitete. Richtig im Möbelgeschäft aktiv wurde August Inhofer ab 1965. Inhofer zog nach Witzighausen und baute dort einen Betrieb auf, der nicht nur Möbel produzierte, sondern auch mit diesen handelte.

1976 eröffnete Inhofer das große Einrichtungshaus am heutigen Standort an der Ulmer Straße in Senden mit einer über 15000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche. Das Möbelhaus hat eigentlich die Adresse Ulmer Straße 50. Doch für Sendener liegt es schlicht an der „Inhofer-Kreuzung“, Kunden, die von weiter her kommen, fahren einfach „an der Inhofer-Ausfahrt Senden“ ab. Nach Firmenangaben ist Inhofer heute das größte Möbelhaus Europas.

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Das Familienunternehmen, das in diesem Jahr sein 85-jähriges Bestehen feiert, beschäftigt heute rund 1200 Mitarbeiter. Mit dem Design-Möbelhaus Interni, dem auf Küchen und Bäder spezialisierten Einrichtungshaus Innovation in Günzburg und dem Unternehmenszweig Inhofer Wohnbau vereint die Inhofer Unternehmensgruppe heute gleich mehrere Geschäftsfelder rund ums Einrichten und Wohnen unter einem Dach.

Der Unternehmer August Inhofer setzte frühzeitig auch auf ein zweites Geschäftsfeld, den Wohnungsbau. Dieser beinhaltet den Mietwohnungsbau, den Bau von Wohn- und Geschäftshäusern, Einkaufszentren und Gewerbeobjekten in Senden, Ulm, Neu-Ulm, Weißenhorn und Vöhringen. Die Bandbreite der Projekte von Wohn- und Geschäftshäusern reicht vom „Münstertor“ in der Ulmer Stadtmitte über Eigentumswohnungen und Wohnhäuser im Neu-Ulmer Stadtteil Wiley Süd, am Glacis-Park in Neu-Ulm oder Wohnungen im Wohngebiet Ulm Lettenwald. Die Hausverwaltung Wohnbau Inhofer, eine Gesellschaft der Möbel Inhofer Unternehmensgruppe, ist seit über 30 Jahren im Bereich Immobilienverwaltung tätig und verwaltet derzeit rund 5000 Wohneinheiten.

Aktiv war der Jubilar auch in der Kommunalpolitik – bis zum vergangenen Jahr. 1966 wurde er für die CSU in den Gemeinderat Wullenstetten gewählt. Im Sendener Stadtrat war er bis 2015, insgesamt 46 Jahre, zuletzt als Stadtrat der Freien Wähler. Trotz dieser vielfältigen unternehmerischen und politischen Aktivitäten stehen für August Inhofer Familie und Freunde im Mittelpunkt seines Lebens. Er hat zwei Töchter und ist stolzer Opa von vier Enkelkindern.

Soziales Engagement zeichnet sein Leben aus, als Mitglied in diversen Vereinen oder bei der Unterstützung kultureller und sozialer Einrichtungen und Projekte. Dies wurde auch im Jahr 2008 mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse und der Verleihung der Bayerischen Verfassungsmedaille in Silber im Dezember 2013 gewürdigt.

Ein Großteil der Millionen Kunden von Möbel Inhofer kommt aus dem näheren Umkreis. „Ich wünsche mir, dass meine Spende hilfsbedürftigen Menschen in der Region zugutekommt“, sagte August Inhofer bei der Übergabe der 80000 Euro an Bernhard Junginger, Kuratoriumsmitglied der Kartei der Not, und Karl Bacherle, Leiter der Aktion 100000. „Beide Aktionen leisten großartige Hilfe für Menschen, die dringend Unterstützung benötigen“, lobte Inhofer, „die Spende kommt genau dort an, wo sie hin soll“, so August Inhofer. Seinen Geburtstag verbringt er morgen mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Freunden und der Familie im Culinarium und freut sich über persönliche Gratulanten. (az)

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