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Ulmer Märchenbuch

17.02.2012

Monsterkinder beim Münster

Monster und Wasserspeier am Ulmer Münster:
Bild: Foto: köd

Ein Märchen für Kinder (und für zum Träumen fähige Jugendliche und Erwachsene) schrieb die in Biberach lebende Autorin Lotte Mohn-Waldmann; unter dem Titel „Die Geschichte vom kleinen Ulmer Monster“ erschien sie jetzt und regt nicht nur die Fantasie großer und kleiner Münsterturm-Besteiger an, sondern erzählt Kindern auch von der Wichtigkeit des Lesenlernens.

Von Dagmar Hub

Ulm Und wenn es sie doch gäbe, die leibhaftigen Ebenbilder der teilweise recht schauerlich anzusehenden Wasserspeier am Ulmer Münster? Wenn sie irgendwelche Wesen wären, die sich vor den Menschen verbergen und nur nächtens aktiv werden, um nicht als Schaustücke in den Zoo gesperrt zu werden?

Denn bei den Monstern, die in einer Zeit vor 120 Jahren irgendwo donauaufwärts in Höhlen hausen, kann nur die Großmutter und ein Enkel lesen. Wie langweilig es dem kleinen Monster da manchmal ist! Obwohl die Großmutter es noch für zu jung zum Lesenlernen erachtet, beschäftigt sich das Wesen so lang mit den Buchstaben und fragt so lange nach, bis es lesen kann. Als es dann in einer Zeitung davon liest, dass die Ulmer ihren Münsterturm fertig bauen wollen, steckt es mittendrin in einer spannenden Geschichte. Denn natürlich treibt die Neugier die Monsterkinder, sich die Bauarbeiten anzusehen – nachts eben, bei Vollmond. Doch ein Steinmetz schläft schlecht und entdeckt die seltsamen, wissbegierigen Wesen mit ihren Fratzengesichtern.

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Sind es Traumgesichte, die er sofort skizziert, Alpträume? In Lotte Mohn-Waldmanns Erzählung sind diese kleinen Ungeheuer, denen der Steinmetz unfreiwillige Denkmäler setzt, freundliche Wesen, die sich selbst hübsch finden – und manchen Leser sicher animieren werden, bei der nächsten Münster-Besteigung ganz genau auf das zu achten, was er durch die Fenster entdecken kann. Aber bitte, ganz angstfrei.

Buchtipp „Die Geschichte vom kleinen Ulmer Monster“ von Lotte Mohn-Waldmann ist erschienen im Kuuuk-Verlag und kostet acht Euro.

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