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Ulm/Neu-Ulm

21.07.2020

Motorradfahrer und Autofahrer geraten nach Polizeikontrolle in Ulm aneinander

Die Polizei hielt am Sonntag mehrere Auto- und Motorradfahrer bei einer Verkehrskontrolle auf der B28 in Ulm an.
Bild: Thomas Heckmann

Plus Bei Kontrollen zieht die Polizei mehrere Fahrer aus dem Verkehr. Dabei bleibt alles friedlich, doch auf der B28 geraten zwei Kradfahrer und die Insassen eines Autos aneinander.

Das gute Wetter am Wochenende nutzten nicht nur viele Motorradfahrer, sondern auch Polizeibeamte, um die Verkehrsteilnehmer auf die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Unmittelbar nach einer Kontrolle in Blaustein kam es zu einer Schlägerei unter Verkehrsteilnehmern.

Das ist die Bilanz der Kontrolle auf der B28 in Ulm

Alleine an der B28 zwischen Ulm und Blaustein wurden 65 Motorräder und 13 Autos kontrolliert. Ein BMW-Fahrer musste seinen Wagen stehenlassen, da seine Räder nach einer unzulässigen Tieferlegung an der Karosserie schleiften. Auch für zwei Motorräder ging die Fahrt nur noch auf dem Abschleppwagen weiter. An der Ducati und der Triumph waren Teile verbaut, die keine Betriebszulassung hatten. Insgesamt musste bei 13 Motorrad- und vier Autofahrern etwas beanstandet werden, teilweise waren die Reifen abgefahren, vorgeschriebene Spiegel fehlten, Autofahrer waren nicht angeschnallt oder überholten im Überholverbot.

Die Beamten mussten aber nicht nur kritisieren, denn neben den ordnungsgemäßen Motorrädern gab es auch Gespräche unter Bikern. Zwei Motorradpolizisten der Verkehrspolizisten waren als Fachleute zusätzlich an der Kontrollstelle, konnten dann aber auch eine kunstvoll per Pinsel bemalte Harley Davidson bewundern oder stilechte Ledertaschen an einem über 30 Jahre alten Vespa-Roller. Auch Schweizer Motorradfahrer nahmen die Kontrollen in Blaustein gelassen hin.

Autofahrer halten an der Kontrollstelle an und melden eine Schlägerei mitten auf der Bundesstraße

Eine unschöne Eskalation gab es allerdings durch das Verhalten zweier Motorradfahrer. Sie wurden ohne Beanstandungen kontrolliert, nachdem sie beide bereits bei einer anderen Kontrolle vor zwei Wochen Bußgelder bezahlen mussten, da ihre Reifen abgefahren waren. Dank der neuen Reifen gab es von den Polizisten den Wunsch nach einer guten Weiterfahrt. Trotzdem provozierten die Motorradfahrer eine Stunde später beim Vorbeifahren mit Schlangenlinien und Vollgasstößen, um auf sich aufmerksam zu machen. Wenige Minuten später hielten Autofahrer aus der Gegenrichtung an der Kontrollstelle an und meldeten eine Schlägerei mitten auf der Bundesstraße. Die Kontrolle wurde abgebrochen und drei Streifen und ein Motorrad machten sich auf den Weg, um die Situation zu beruhigen.

Ein Motorradfahrer verletzt sich bei einem Sturz an der Hand

Nach ersten Ermittlungen der Polizei soll ein anderer Autofahrer dicht auf die beiden Motorräder aufgefahren sein, während wohl die Motorräder den Pkw ausbremsten. Nachdem der Wagen überholt hatte, stoppte das Auto vor den Motorrädern, die beiden Insassen stiegen dann aus und schubsten einen der Motorradfahrer, der sich beim Sturz leicht an der Hand verletzte. Der andere Motorradfahrer ging auch noch dazwischen, und ein T-Shirt der Pkw-Insassen hatte nachher einen großen Riss. Die Polizeibeamten des Reviers Ulm-West ermitteln nun in dieser Sache.

In Neu-Ulm kontrolliert die Polizei die Geschwindigkeit und hält getunte Fahrzeuge auf

Auch in Neu-Ulm wurden Motorradfahrer und Autoposer gezielt kontrolliert. Am Sonntag wurden dabei vier Motorräder und zwei Autos wegen technischer Manipulationen stillgelegt und für technische Gutachten sichergestellt. In der Innenstadt wurden zudem die Fahrer von zwei zu lauten Motorrädern angezeigt. Daneben wurde zwischen Senden und Ludwigsfeld die Geschwindigkeit kontrolliert, der Spitzenreiter fuhr statt der erlaubten 80 km/h mit 131 Stundenkilometern in die Kontrolle. Er erhält neben einem Bußgeld auch ein einmonatiges Fahrverbot. Die Polizei wird sowohl in Ulm wie auch in Neu-Ulm auch in den nächsten Wochen verstärkt Motorradfahrer, Autotuner und Autoposer kontrollieren. Das kündigten die Polizeipräsidien an.

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