1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Mülldeponie ist jetzt Sonnenkraftwerk

Ausschuss

02.10.2012

Mülldeponie ist jetzt Sonnenkraftwerk

Auf dem Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie Pfuhl ist bereits im Juni eine kreiseigene Photovoltaikanlage in Betrieb genommen worden. Die Kosten dafür kamen billiger als geplant.
Bild: Alexander Kaya

Kreiseigene Solaranlage in Pfuhl ist billiger als erwartet

Pfuhl Auf dem Weg zu einer umweltfreundlichen Kommune hat der Landkreis Neu-Ulm einen weiteren Schritt getan: Rechtzeitig vor dem Stichtag 30. Juni ist auf dem Gelände der ehemaligen Hausmülldeponie Pfuhl die kreiseigene, 1,1 Hektar große Photovoltaikanlage mit einer Leistung von über 700 KWp (Kilowatt Peak) in Betrieb genommen worden. Darüber informierte Landrat Erich Josef Geßner gestern die Mitglieder des Kreis-Umwelt- und Werkausschusses.

Dem Bau vorausgegangen waren gewisse Irritationen, da zunächst nicht klar war, wer eine Baugenehmigung erteilen kann – die Stadt Neu-Ulm, da das Gelände auf ihrer Flur liegt, oder die Regierung von Schwaben, da eine Mülldeponie Immissionsrecht berührt. Letztendlich gaben sowohl Stadt als auch Regierung grünes Licht. Den Bauauftrag sicherte sich nach einer nationalen Ausschreibung Ende Mai dieses Jahres die Firma „B & S“ aus Altenstadt.

Ehrgeiziger Zeitplan konnte eingehalten werden

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Vorgabe war, dass die Solaranlage bis spätestens 30. Juni 2012 startklar sei. Grund: Danach verringerte sich die Einspeisevergütung für Sonnenstrom um mindestens 15 Prozent. Der ehrgeizige Zeitplan konnte eingehalten werden – am 29. Juni war das Solarkraftwerk fertig, der Registrierung durch die Bundesnetzagentur als sogenannte „Altanlage“ mit einer Einspeisevergütung von 18,76 Cent pro Kilowattstunde stand nichts mehr im Wege. Seit dem 6. August ist die Anlage am Netz.

Werkausschuss-Mitglied Peter Ehrenberg (Grüne) freute sich „besonders“ über die Kosten der Solaranlage: Statt geplanter 1,572 Millionen Euro schlägt sie mit nur 1,371 Millionen zu Buch. Nach Angaben von Thomas Moritz, Leiter des für die Anlage zuständigen Abfallwirtschaftsbetriebs, sei das hauptsächlich auf den Preisverfall bei Solarmodulen zurückzuführen. Daneben sei der technische Aufwand bei der Installation geringer als befürchtet gewesen. Die geringeren Kosten haben Auswirkungen auf die Amortisation, wie Ehrenberg auf Nachfrage erfuhr: War zunächst von 20 Jahren ausgegangen worden, so konnte Thomas Moritz gestern von elf Jahren berichten.

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20KAYA6979.tif
Neu-Ulm

Er leitet jetzt die Christoph-Probst-Realschule

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen