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06.10.2009

Multifunktionshalle: hopp oder top?

Ulm/Neu-Ulm Mit ihrem Hilferuf haben die Ulmer Basketballer die Debatte um die Multifunktionshalle neu angeheizt. Sie sagen: Ohne eine neue Halle stehen sie im Sommer 2011 vor dem Aus. Doch noch haben sie eine Chance, denn die Arena kann in knapp eineinhalb Jahren auf dem Neu-Ulmer Volksfestplatz stehen - wenn die Städte endgültig grünes Licht geben.

Die Entscheidung über den Siegerentwurf des Auswahlverfahrens treffen der Ulmer Gemeinderat und der Neu-Ulmer Stadtrat in einer gemeinsamen Sitzung am 11. November. Dann geht es nicht mehr um eine Grundsatzentscheidung oder um Absichtserklärungen, sondern ums Ganze. "Jetzt gilt's. Hopp oder top", sagt der Ulmer Finanzbürgermeister Gunter Czisch.

Zurzeit laufen noch die Endverhandlungen mit den verbliebenen Betreibern. Im November 2008 hatten die Städte mit ihrem Votum den Weg freigemacht für ein EU-weites Ausschreibungsverfahren. Hier konnte zunächst jeder Interessent ein Angebot abgeben. Daraus wurden dann mehrere ausgewählt, die den Anforderungen entsprachen. Großen Wert legten die Städte auf Referenzen, denn der potenzielle Investor soll die Halle nicht nur bauen, sondern auch über das Know-how verfügen, um die Arena erfolgreich betreiben zu können.

Am Schluss des Auswahlverfahrens blieben einige wenige Bewerber übrig, mit denen seit Anfang August verhandelt wurde. Die abschließenden Angebote werden nun in einer Art Ranking oder Punktesystem bewertet. "Das ist wie ein sportlicher Langstreckenlauf", schildert Gunter Czisch. "Einer läuft am Schluss über die Ziellinie." Und über diesen Sieger entscheiden die Stadträte in ihrer Sitzung am 11. November. Bis dahin liegen fertige Verträge auf dem Tisch. Stimmen die Städte für den Siegerentwurf, kann der Investor sehr schnell den Bauantrag einreichen. Im Juni 2010 könnte mit dem Bau begonnen werden. Angesichts der erheblichen finanziellen Probleme, die auf die Städte infolge der Wirtschaftskrise zukommen, wird es nicht nur für die Ulmer Basketballer noch einmal spannend - schließlich müssten Ulm und Neu-Ulm über einen Zeitraum von 20 Jahren insgesamt 30 Millionen Euro in die Multifunktionshalle stecken, wenn sie mit "Ja" stimmen. Bei der Entscheidung über die Ausschreibung im vorigen Jahr hatten die Ulmer mit 25:10 und die Neu-Ulmer mit 28:9 abgestimmt. Die SPD im Ulmer Gemeinderat hat schon vor Längerem erklärt, dass sie nicht mehr hinter dem Projekt steht. Sollten die Städte aussteigen, müssten sie mit Schadenersatzansprüchen der ausgebooteten Bewerber in einem sechsstelligen Bereich rechnen.

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