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Neu-Ulm

21.01.2019

Musical "Ab in den Süden": Mischmasch zum Mitsingen

Hauptsache Spaß: Das Jukebox-Musical „Ab in den Süden“ bot im Edwin-Scharff-Haus beliebte Hits, verbunden durch eine ziemlich schmale Handlung.
Bild: Andreas Brücken

Mit dem Jukebox-Musical „Ab in den Süden“ gehen die Besucher im Edwin-Scharff-Haus auf eine musikalische Zeitreise. Das ergibt nicht viel Sinn, macht aber durchaus Spaß.

Ein bunter Strauß aus Rock ’n’ Roll, Neue Deutsche Welle, Rock, Pop, Latin und Disco hat Musicalmacher Espen Nowacki für „Ab in den Süden“ zusammengesteckt. Rund 350 Gäste waren in das Edwin-Scharff-Haus gekommen, um sich von den „größten deutschen Hits“, wie es Veranstalter verspricht, mitreißen zu lassen.

Schauplatz der Handlung ist der Hof vor einer beliebigen Hotelburg, irgendwo im warmen Süden. Torben und Marina haben als frisch verliebtes Pärchen eingecheckt und freuen sich auf schöne Tage, bis sie merken, dass der Mathelehrer des jungen Mannes ebenfalls in der Unterkunft eingezogen ist und sogleich Gefallen an der Freundin findet. Das missfällt naturgemäß den beiden Partnern. Als auch noch Schickimicki-Gastwirt Johnny und seine liebreizende Freundin Anita auf der Bildfläche erscheinen, nimmt die schmale Handlung ihren Lauf.

Hits von Peter Kraus, Connie Francis und Costa Cordalis

Mit naiven Mädchen, bösen Hausfrauen, geiferenden Männern und jugendlichem Charme spielen sich die sechs Darsteller rund zwei Stunden durch das Programm. Sicher sollte auch die Geschichte kein literarisches Meisterstück werden. Vielmehr dient das Theater dazu, Schlager der vergangenen 60 Jahre in ein Musical zu zwängen. So stehen Hits wie „Tage wie diese“ von den Toten Hosen ebenso auf der Titelliste wie Peter Kraus’ „Sugar Baby“. Da schmettert der alternde Mathelehrer seiner jungen Angebeteten Chris Roberts’ „Du kannst nicht immer 17 sein“ hinterher und die Figuren auf der Bühne stellen in den Wirren ihrer Gefühle mit Connie Francis fest: „Die Liebe ist ein seltsames Spiel.“ Natürlich dürfen die Evergreens von Vico Torriani oder Costa Cordalis nicht fehlen, um „Marina“ und „Anita“ zu besingen.

Seit vier Jahren touren die Schauspieler, Tänzer und Sänger mit dem Stück voller Ohrwürmer durch das Land. Im Programmheft erfahren die Besucher von den Ausbildungen der Darsteller, die in München, Wien oder Berlin ihr Handwerk gelernt haben. Dank der mitreißenden Leistungen der sechsköpfigen Truppe, die live zur Playbackmusik singt, erleben die Besucher einen git klingenenden, aber beliebigen Hit-Mischmasch der vegangenen Jahrzehnte, garniert mit etwas Witz und Charme – mehr aber auch nicht.

Damit setzt „Ab in den Süden“ zwar sicher keinen Meilenstein in der Musikgeschichte. Für einen unterhaltsamen Abend zum Mitsingen reicht es aber auf jeden Fall aus.

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