Newsticker
RKI meldet 24.000 Neuinfektionen, Inzidenz steigt auf 120
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Musik mit Maus und Beethoven

Ulm

22.01.2020

Musik mit Maus und Beethoven

Das „Beethoven-Experiment“ führte die Maus nach Ulm. Dort präsentierte sie sich als Maskottchen für das große Jubiläumsjahr des Komponisten.
Foto: Alexander Kaya

Die "Sendung mit der Maus" schickt ihre Hauptdarstellerin nach Ulm. Dort präsentiert die Kinderfigur ein Konzert zum Jubiläum.

Sie sind ein ungleiches Paar: Auf der einen Seite die niedliche, orange Maus, der Liebling vieler Generationen von Kindern; auf der anderen Seite der widerspenstige, so brillante wie eigensinnige Komponist Ludwig van Beethoven. Doch am Dienstag fanden sie in Ulm zusammen. Die Maus aus der bekannten ARD-Kindersendung besuchte die Stadt. Im Schlepptau: Musiker des „SWR Symphonieorchesters“, die ein kleines Beethoven-Konzert spielten.

Das "Beethoven-Experiment" will Generationen verbinden

Diese Aktion ist eine von zahllosen im Jubiläumsjahr: Vor 250 Jahren kam Beethoven in Bonn auf die Welt, heute noch klingt seine Musik von allen Konzertbühnen. Dass seine Werke nach wie vor Menschen in jedem Alter berühren, will nun das „Beethoven-Experiment“ der ARD beweisen. Im St.-Anna-Stift haben sich Senioren eingefunden, aber auch eine Gruppe aus dem Kinderhaus St. Maria. Im Seniorenstift bietet die menschengroße, plüschige Stoffmaus mit Musikern und einer Moderatorin dann eine kleine Beethoven-Show, ein Konzert und Theaterstück rund um den Komponisten und sein Leben. Ein Oktett des SWR Symphonieorchesters spielt dazu Beethovens Kammermusik, Melodien aus den Sinfonien und auch seine Variationen auf „Tochter Zion“. Die Maus dirigiert, scherzt mit dem Publikum und tapst im Pizzicato-Schritt.

Der Saal summt bei Beethovens "Ode an die Freude" mit

Die 94-Jährige Johanna Merkle, die das Konzert verfolgt, erinnert sich: „Als ich zehn Jahre alt war, haben wir Kinder ein Konzert mit Beethovens neunter Sinfonie gehört. Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium. Das weiß ich noch ganz genau.“ Und im Saal beginnt tatsächlich ein leises Summen, als das Oktett die „Ode an die Freude“ spielt. Die Kinder überzeugt vor allem die Plüschmaus aus dem Fernsehen, mit der sie, Hand in Hand, zur Musik tanzen. Wer dieser Beethoven war? „Der hat viele Noten geschrieben“, weiß ein Mädchen und erzählt, dass ihr besonders die Geige gefällt.

Klarinettist Dirk Altmann, der das Konzert mit einer Jazz-Version der Maus-Titelmelodie eröffnete, erzählt, wie Menschen auf Beethoven reagieren: „Es ist erstaunlich, wie die Musik alle anspricht. Sie kommt von Herzen und kommt eins zu eins an.“ Einen Tipp für die Maus hat er auch parat: So ein Kontrabass würde sehr gut zu ihr passen. (veli)

Lesen Sie auch: Warum "Die Sesamstraße" anfangs umstritten war

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren