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Pfaffenhofen

02.05.2018

Musikverein spielt Klassiker der Unterhaltungsmusik

Mit anspruchsvoller Unterhaltungsmusik und gepflegten Perlen aus dem reichhaltigen „Polka-Walzer-Marsch“-Repertoire begeisterte der Musikverein Kadeltshofen sein Publikum.
Bild: Wilhelm Schmid

Kadeltshofer Instrumentalisten überraschen ihr Publikum beim Frühjahrskonzert in der Hermann-Köhl-Schule nicht nur mit ihrem neuen Programm.

Mit neuem Programm und mit neuen Jacken und Schürzen bei der Damentracht hat sich der Musikverein Kadeltshofen zum Frühjahrskonzert in der voll besetzten Aula der Hermann-Köhl-Schule in Pfaffenhofen präsentiert. Schon im ersten Teil ließen Dirigent Peter Schröppel und sein Orchester sowohl durch unerwartete Musikauswahl als auch durch bestens vorbereitete Darbietungen aufhorchen.

So verließen sie zunächst die „Polka-Walzer-Marsch“-Schiene und ersetzten diese durch einige Klassiker der Unterhaltungsmusik aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. „Traummelodien“ wie „Granada“, die Beethoven-„Romanze in F“ oder Robert Stolz mit seiner „Salome“ erinnerten an den „Happy-Party-Sound“ des Star-Bandleaders James Last. Weiter ging es mit Horst Jankowski auf die nicht minder berühmte „Schwarzwaldfahrt“. Dazu passte bestens das Medley „Dankeschön Bert Kaempfert“ mit dessen großen Erfolgen, von „Swingin’ Safari“ über „Spanish Eyes“ bis hin zum „African Beat“.

Dabei ist gute Unterhaltungsmusik ja keineswegs „Leichte Musik“ in dem Sinne, dass man sie gedankenlos herunterspielen könnte. Vielmehr verlangt sie genau so viel technisches Können ab wie jedes anspruchsvolle Konzertwerk. Wenn dazu noch gepflegte Dynamik, saubere Intonation, präzise Rhythmik und aufmerksames Zusammenspiel kommen, dann steht einem vollen Erfolg nichts mehr im Wege. Dass dies bei den Kadeltshofer Musikern der Fall war, bewies nicht zuletzt der große Applaus des Publikums.

Ein „Pas de deux“ für Klarinette und Trompete sowie eine bunte Folge von Operettenmärschen beschlossen den ersten Programmteil. Der zweite war nun genau dem gewidmet, was man sich heute von einer sehr guten Unterhaltungskapelle wünscht. Kurt Gäbles „Salemonia“-Marsch gab die Richtung vor: Es wurde mit Elan und Können musiziert, auch der „Böhmische Frühling“ des Hergolshäuser Kapellmeisters Rudi Fischer war so schön und im richtigen Tempo gespielt, dass man seine helle Freude daran hatte. „Zwei lustige Vagabunden“ auf dem Bariton, die schönsten Weisen der großen böhmischen und mährischen Meister – mit Antonin Borovicka oder Karel Vacek seien nur die bekanntesten erwähnt – und das gesamte weitere Programm ließen erkennen, wie gut gerüstet der Musikverein Kadeltshofen in die aktuelle Sommerfestzeit startet.

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